Tourismus braucht Talente: HGV und Uni Bozen setzen auf gemeinsame Ausbildungsstrategie

BOZEN. Wie kann Südtirol auch künftig genügend qualifizierte Fachkräfte für den Tourismus gewinnen und halten? Mit dieser Frage befassten sich Vertreterinnen und Vertreter des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) sowie der Freien Universität Bozen bei einem gemeinsamen Austausch.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Weiterentwicklung der touristischen Ausbildung sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Tourismuswirtschaft. Beide Seiten waren sich einig, dass eine praxisnahe und international wettbewerbsfähige Ausbildung entscheidend ist, um dem Fachkräftemangel langfristig entgegenzuwirken und junge Talente in Südtirol zu halten.

Ein weiteres zentrales Thema war die geplante Höhere Hotelfachschule in Bruneck. Vorgesehen ist eine zweijährige Ausbildung nach dem Modell einer Höheren Fachschule, die sich an vergleichbaren Angeboten in der Schweiz orientiert. Gleichzeitig werden Möglichkeiten geprüft, den Absolventinnen und Absolventen über die Freie Universität Bozen den Erwerb eines Bachelorabschlusses zu ermöglichen und damit durchlässige Bildungswege zu schaffen.

„Für uns steht nicht die Standortfrage im Vordergrund. Entscheidend ist, dass Südtirol auch künftig über eine qualitativ hochwertige, praxisorientierte und international wettbewerbsfähige touristische Ausbildung verfügt. Ebenso wichtig sind durchlässige Bildungswege und eine enge Zusammenarbeit zwischen Universität und Tourismuswirtschaft. Ich freue mich, dass wir diesen Dialog aufgenommen haben und gemeinsam an der Weiterentwicklung der touristischen Ausbildung arbeiten“, betonte HGV-Vizepräsidentin Judith Rainer.

Der HGV und die Freie Universität Bozen vereinbarten, den begonnenen Austausch fortzusetzen und die Tourismusbranche auch künftig aktiv in die Weiterentwicklung der Studien- und Ausbildungsangebote einzubinden.

Im Bild von links: Universitätsdirektor Günther Mathà, Universitätspräsident Federico Giudiceandrea, HGV-Präsident Klaus Berger, HGV-Vizepräsidentin Judith Rainer, Prorektor für Lehre Marco Baratieri und Alexandra Silvestri, Leiterin der HGV-Abteilung People & Culture