Editoriali

Der letzte Vertreter der DDR-Malerei Willi Sitte verstorben.

9 Giugno 2013

Der letzte Vertreter der DDR-Malerei Willi Sitte verstorben.

Nach langer Krankheit, ist Willi Sitte im Alter von 92 Jahren in seinem Haus in Halle verstorben. Er ist einer der bedeutendsten Künstler der DDR und hat als absolut bekanntester Vertreter des „sozialistischen Realismus“ gegolten.

Am letzten Samstag ist der Maler und Grafiker Willi Sitte nach langer Krankheit im engsten Familienkreis verstorben. Besonders bekannt sind seine großflächigen, politischen Gemälde. Neben den Begründern der sogenannten Leipziger Schule, lässt sich Sitte zu den prominentesten Vertretern der Bildenden Kunst in der ehemaligen DDR einordnen. 1977 ist Sitte mit einigen Arbeiten in der international bekannten Kunstmesse „Documenta“ in Kassel vertreten gewesen. Sittes Malerei hat immer Menschen berührt, sodass er auch als „umstritten“ gegolten hat. In der DDR soll es sprichwörtlich geheißen haben: “Lieber vom Leben gezeichnet als von Sitte gemalt.” Der besondere Künstler hat sich niemals angepasst, somit hat er sogar eine Professur an der Münchner Kunstakademie aus politischen Gründen abgelehnt. Von 1978 bis 1988 hat er die Präsidentschaft des Verbandes Bildender Künstler der DDR innegehabt und drei Jahre hat er in der Kulturkommission des Zentralkomitees der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands)gesessen. Seinen Einfluss hat er stets dazu verwendet unliebsamen Malern Arbeit zu verschaffen. Zahlreiche seiner Werke huldigen die Arbeiterklasse, was sicherlich kein Zufall, sondern auf politische Überzeugungen zurückzuführen ist. Besonders bekannt sind: “Die rote Fahne – Kampf, Leid und Sieg” und “Höllensturz in Vietnam”. Außerdem hat Sitte zahlreiche Skizzen, Radierungen und Selbstporträts hinterlassen.

Giornalista pubblicista, scrittore.
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