Die anhaltende Trockenperiode und das vom Landeshauptmann erlassene Dekret zum sparsamen Umgang mit Wasser stellen auch den Südtiroler Tourismus vor neue Herausforderungen. Der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) appelliert deshalb an alle Gastbetriebe, die vorgesehenen Maßnahmen konsequent umzusetzen und vorhandene Einsparpotenziale noch stärker zu nutzen.
Gleichzeitig richtet sich der Aufruf an Gäste und Mitarbeitende. Denn Wasser zu sparen, so die Botschaft des Verbandes, beginnt nicht erst bei großen Investitionen, sondern auch im täglichen Verhalten.
„Wasser ist eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen. Gerade in Zeiten geringer Niederschlagsmengen ist es selbstverständlich, dass auch unsere Branche ihren Beitrag leistet“, betont HGV-Präsident Klaus Berger. Viele Südtiroler Gastbetriebe würden bereits seit Jahren verantwortungsbewusst handeln und die aktuellen Maßnahmen des Landes aktiv unterstützen.
Der HGV empfiehlt seinen Mitgliedsbetrieben, Gäste über die aktuelle Situation zu informieren und für einen bewussten Wasserverbrauch zu sensibilisieren. Unnötiger Verbrauch soll vermieden und bestehende Einsparpotenziale konsequent ausgeschöpft werden. Der Verband informiert und berät seine Mitglieder zudem laufend über konkrete Möglichkeiten für einen möglichst effizienten Umgang mit der Ressource.
Dass Nachhaltigkeit in der Hotellerie längst mehr ist als ein kurzfristiger Trend, zeigt der Blick auf die bereits getätigten Investitionen. Viele Beherbergungsbetriebe setzen auf wassersparende Armaturen und Duschköpfe, Durchflussbegrenzer, moderne Wäschereisysteme und effiziente Schwimmbadtechnik. Auch Regenwasser wird zunehmend genutzt. Wo es technisch möglich ist, kommt zudem Brauch- und Grauwasser für geeignete Anwendungen zum Einsatz.
Auch die Gäste selbst tragen immer häufiger zum Wassersparen bei. Viele verzichten freiwillig auf den täglichen Wechsel von Handtüchern oder die tägliche Zimmerreinigung. Zahlreiche Betriebe schaffen dafür zusätzliche Anreize.
„Nachhaltiger Umgang mit Wasser ist für viele Betriebe längst Teil des unternehmerischen Alltags“, sagt Berger. Viele Investitionen seien unabhängig von der aktuellen Trockenperiode getätigt worden und würden auch in Zukunft fortgesetzt.
Die aktuelle Situation macht jedoch deutlich: Wassersparen ist keine saisonale Modeerscheinung. Ob im Hotel, im Restaurant oder zu Hause – jeder Tropfen zählt. Und während Südtirol auf Regen wartet, wird auch im Tourismus klar: Nachhaltigkeit beginnt dort, wo aus Bewusstsein konkretes Handeln wird.