Der SVP-Landessekretär fordert eine klare Abgrenzung zwischen friedlichem Protest und gewalttätigen Ausschreitungen. Zugleich spricht er sich gegen eine pauschale Verdächtigung der Südtiroler Jugend aus.
SVP-Landessekretär Harald Stauder hat die Stellungnahme der Plattform „Qualität Bildung Südtirol“ zu den Vandalenakten im Zusammenhang mit Protesten kritisiert. Die Plattform hatte in einem Beitrag auf Facebook die Auffassung vertreten, dass Vandalismus nicht mit Gewalt gleichzusetzen sei. Stauder widerspricht dieser Einschätzung und fordert eine klare Unterscheidung zwischen dem Recht auf friedliche Demonstrationen und strafbaren Handlungen.
„Gewalt bleibt Gewalt“, betont Stauder. Sachbeschädigungen, Diebstähle, die Gefährdung Unbeteiligter und Angriffe auf Ordnungskräfte seien nicht durch politische Anliegen oder das Demonstrationsrecht zu rechtfertigen. Die Verantwortlichen müssten für ihr Verhalten zur Rechenschaft gezogen werden.
Kritisch sieht Stauder auch die möglichen Auswirkungen der Stellungnahme auf das Bild der Jugend in Südtirol. Es sei nicht gerechtfertigt, junge Menschen pauschal mit gewalttätigen Ausschreitungen in Verbindung zu bringen. Die Jugendlichen, mit denen er in Kontakt stehe, seien überwiegend engagiert, motiviert und verantwortungsbewusst.
Zudem erwartet Stauder eine interne Auseinandersetzung mit den Aussagen innerhalb der Plattform „Qualität Bildung Südtirol“. Diese erhebe zumindest den Anspruch, die Interessen von Lehrerinnen und Lehrern in Südtirol zu vertreten. Deshalb sei eine Klärung der Positionierung angebracht.
Grundsätzlich unterstreicht der SVP-Landessekretär das Recht junger Menschen, für ihre Anliegen und Zukunftsperspektiven auf die Straße zu gehen. Friedliche Proteste verdienten Verständnis, auch wenn sie lautstark geführt würden. Gleichzeitig müsse eine klare Grenze zu Gewalt und Sachbeschädigung gezogen werden.
Stauder zeigt sich zuversichtlich, dass Südtirol von vergleichbaren Ausschreitungen verschont bleiben könne. Er habe Vertrauen in die jungen Menschen und in die Bevölkerung des Landes, erklärt er abschließend.
Im Bild: Harald Stauder