HGJ und Landesrat Alfreider wollen Südtirols Mobilität gemeinsam weiterdenken

Die Erreichbarkeit Südtirols verbessern, den öffentlichen Verkehr stärken und die Besucherströme gezielter lenken: Diese Themen standen im Mittelpunkt eines Treffens zwischen der Landesleitung der Hoteliers- und Gastwirtejugend (HGJ) und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider in Bozen. Dabei ging es um aktuelle Herausforderungen ebenso wie um langfristige Lösungen für eine zukunftsfähige Mobilität.

Für die HGJ sind gute Verkehrsverbindungen und ein attraktives Mobilitätsangebot wesentliche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort. Im Austausch mit Alfreider wurden deshalb die Verkehrserhebungen des Landes sowie geplante und notwendige Maßnahmen im Straßen- und Schienenverkehr thematisiert. Ziel ist es, die Mobilität in Südtirol weiterzuentwickeln und den Bedürfnissen der Bevölkerung ebenso gerecht zu werden wie jenen der Gäste.

Ein Schwerpunkt lag auf den Bahnverbindungen im Pustertal und im Vinschgau. Landesrat Alfreider informierte über die bestehenden Herausforderungen und die anstehenden Aufgaben beim Ausbau des Schienennetzes. Neben einer besseren Anbindung soll auch die Attraktivität des Bahnfahrens weiter steigen. Dazu gehört es, die Bahnhöfe aufzuwerten und langfristig eine leistungsfähige öffentliche Mobilität sicherzustellen. Ein erklärtes Ziel des Landes ist es, den Anteil der Gäste, die mit dem Zug nach Südtirol anreisen, von derzeit acht auf langfristig 20 Prozent zu erhöhen.

Die HGJ begrüßte die Bestrebungen für eine zukunftsorientierte Mobilitätspolitik und betonte insbesondere die Bedeutung attraktiver und gut erreichbarer Bahnhöfe. Kritisch angesprochen wurde die Situation entlang der Brennerlinie. Vor allem bei der Barrierefreiheit, der Beleuchtung und der Sauberkeit bestehe Verbesserungsbedarf. Schließlich seien Bahnhöfe für viele Reisende der erste Berührungspunkt mit Südtirol und prägten damit den ersten Eindruck vom Land.

„Für uns als junge Gastwirtinnen und Gastwirte ist eine gute Erreichbarkeit Südtirols sowie ein niederschwelliges Mobilitätsangebot vor Ort von großer Bedeutung“, betonte HGJ-Obmann Daniel Schölzhorn. Gleichzeitig brauche es an stark frequentierten Orten eine gezielte Besucher- und Verkehrslenkung. Entscheidend sei, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für die Gäste funktionieren.

Im Rahmen des Treffens sprach die HGJ-Landesleitung auch die Olympischen Winterspiele an. Positiv bewertet wurde dabei, dass zusätzliche finanzielle Mittel aus Rom für den Ausbau und die Verbesserung der öffentlichen Mobilität in Südtirol gesichert werden konnten.

Abschließend bedankte sich die HGJ bei Landesrat Daniel Alfreider für den offenen Austausch sowie für seinen Einsatz und seine Arbeit in den vergangenen sieben Jahren. Zugleich würdigte sie die im Mobilitätsressort erzielten Fortschritte. Der Austausch unterstrich die gemeinsame Überzeugung, dass eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur, attraktive öffentliche Verkehrsmittel und eine durchdachte Besucherlenkung wichtige Bausteine für die Zukunft Südtirols sind.

Im Bild von links: Teresa Theiner, Benedikt Werth, Leiter der Verbandsentwicklung im HGV, Magdalena Erlacher, Florian Wörndle, Gevin Prinoth, HGJ-Obmann Daniel Schölzhorn, Veronika Michaeler, HGV-Präsident Klaus Berger, Simon Tauber, Landesrat Daniel Alfreider, Nicole Rier und Katharina Steinkasserer