Pilgerfahrt nach Maria Weißenstein als Zeichen gelebter Solidarität und Dank an die Freiwilligen
Mit einer gemeinsamen Pilgerfahrt nach Maria Weißenstein hat die Caritas Diözese Bozen-Brixen das 35-jährige Bestehen der Dienststelle Pfarrcaritas und Freiwilligenarbeit gefeiert. Freiwillige aus den Pfarrcaritas-Gruppen im ganzen Land kamen zusammen, um Gemeinschaft zu erleben, Erfahrungen auszutauschen und auf dreieinhalb Jahrzehnte ehrenamtlichen Einsatz zurückzublicken. Auch Bischof Ivo Muser und Caritas-Direktorin Beatrix Mairhofer nahmen an der Feier teil.
Seit 35 Jahren begleitet die Dienststelle Menschen, die sich in ihren Pfarrgemeinden freiwillig für andere einsetzen. Sie unterstützt die Gruppen durch Weiterbildung und Vernetzung und stärkt ihr Engagement für Menschen in Not, gegen Einsamkeit und für ein solidarisches Miteinander.
„Eine Pilgerfahrt passt sehr gut zu diesem Jubiläum, denn auch die vergangenen 35 Jahre waren ein gemeinsamer Weg“, betonte Brigitte Hofmann, Leiterin der Dienststelle Pfarrcaritas und Freiwilligenarbeit. Der Tag sei vor allem ein Dank an all jene, die hinschauen, zuhören und Menschen in schwierigen Lebenssituationen zur Seite stehen.
Auch Caritas-Direktorin Beatrix Mairhofer würdigte die Bedeutung des Ehrenamtes. Die Freiwilligen schenkten nicht nur ihre Zeit, sondern auch Aufmerksamkeit, Nähe und Gemeinschaft. Damit leisteten sie einen wichtigen Beitrag dazu, dass Menschen nicht übersehen würden und der Zusammenhalt in den Gemeinden gestärkt werde.
Am Nachmittag richtete Bischof Ivo Muser eine Grußbotschaft an die Teilnehmenden. Er hob hervor, dass sich christliche Nächstenliebe besonders in der Begegnung von Mensch zu Mensch zeige. Angesichts von Einsamkeit, Überforderung und fehlender Zugehörigkeit brauche es eine Kirche, die nahe bei den Menschen sei. Die zahlreichen Ehrenamtlichen machten durch ihren Einsatz deutlich, dass Solidarität und Mitmenschlichkeit lebendig seien.
Die Arbeit der Pfarrcaritas zeigt sich im Alltag auf vielfältige Weise: Freiwillige besuchen ältere und alleinstehende Menschen, begleiten Menschen in schwierigen Lebenslagen, ermöglichen Begegnungen und vermitteln konkrete Hilfe. Damit tragen sie dazu bei, dass Menschen Unterstützung und Gemeinschaft erfahren.
Das Jubiläum war nicht nur Anlass, auf das bisher Erreichte zurückzublicken, sondern auch ein Impuls für die Zukunft. Ziel bleibt es, das bestehende Engagement zu stärken, neue Freiwillige zu gewinnen und weitere Formen der Solidarität zu fördern.
„35 Jahre Pfarrcaritas erzählen von unzähligen Gesten der Menschlichkeit“, unterstrich Hofmann. Die Botschaft dahinter sei einfach und zugleich wesentlich: Menschen wahrnehmen, ihnen zuhören und ihnen zeigen, dass sie nicht allein sind.