
Vom 23. bis 25. Oktober 2026 feiert die ARTfair Innsbruck ihr 30-jähriges Bestehen in der Olympiaworld Innsbruck – mit einer musealen Sonderschau, internationaler Gegenwartskunst sowie neuen Perspektiven durch künstliche Intelligenz und Robotik.
Vor 30 Jahren gab Johanna Penz einer Kunstmesse ihre eigene Handschrift – mit dem Blick auf das, was kommt. Seit ihrer Gründung steht die ARTfair Innsbruck für Kontinuität, internationale Begegnungen und ein feines Gespür für Entwicklungen am Kunstmarkt. Vom 23. bis 25. Oktober 2026 findet die Jubiläumsausgabe in der Olympiaworld Innsbruck statt und verbindet dabei etablierte Positionen mit neuen künstlerischen Impulsen.
Auch die Jubiläumsausgabe versammelt internationale Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts aus mehr als 20 Nationen. Galerien, Kunsthändler, Künstler und Sammler treffen in Innsbruck aufeinander. Im Mittelpunkt stehen internationale zeitgenössische Kunst, klassische Moderne, Pop Art und weitere aktuelle Strömungen. Gezeigt werden Gemälde, Arbeiten auf Papier, Auflagenobjekte, Originalgraphiken, Skulpturen, Objekte und Installationen, Fotografien, Neue Medien sowie originäre Kunstprojekte.
Johanna Penz hat die ARTfair Innsbruck vor drei Jahrzehnten gegründet und prägt sie seither als Gründerin und Direktorin. Ihre Überzeugung: Qualität und Vielfalt schließen einander nicht aus. „Kunst ist kein Luxus, sondern ein wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Motor: Sie inspiriert Innovation, schafft Werte und ist dort am erfolgreichsten, wo Mut, Qualität und unternehmerisches Denken aufeinandertreffen“, so Penz. Kunst versteht sie dabei vor allem als Dialog und nicht als Dekoration.
Besonders hervor hebt Penz die weltweit einzigartige museale Präsentation der Bettine Heinen-Ayech Foundation München. In Innsbruck werden Werke der deutsch-algerischen Malerin gezeigt, darunter auch Arbeiten, die bislang teilweise noch nie öffentlich präsentiert wurden.
Weitere Akzente setzen die teilnehmenden Galerien. Die Artgalerie am Hofsteig aus Wolfurt zeigt neue Arbeiten ihres Blue-Chip-Künstlers Jürgen Norbert Fux sowie Werke der Pop-Art-Größen Michel Friess und Klibensky. Die Galerie Mainart aus Buchs in der Schweiz präsentiert Neukreationen von Peter-Felix Denzler und Salvatore Mainardi. Die Berliner Galerie Dikmayer widmet sich unter dem Titel „Phantastischer Realismus in neuzeitlicher Prägung“ den Künstlern Thorsten Gebhardt und Bernd Schiller sowie der Nachwuchskünstlerin Doris Breuer.
Die coGalerie aus Karlsruhe feiert in Innsbruck ihr Debüt und bringt wenig bekannte deutsche und französische Positionen abseits des Mainstreams mit. Zu sehen sind Arbeiten von Thorsten Poersch, Christine Barrès und Messas Olivier.
Auch das ART-Special der Galerie Dikmayer Mitte kehrt in einer Neuauflage zurück. Unter der kuratorischen Leitung von Joachim Dikmayer und in Kooperation mit dem Henry van de Velde Museum – Haus Schulenburg Gera stellt die Ausstellung historische Positionen des Phantastischen Realismus der Wiener Schule zeitgenössischen Interpretationen gegenüber. Vertreten sind unter anderem Rudolf Hausner, Ernst Fuchs, Jens Faesel, Bernd Schiller und Thorsten Gebhardt.
Den Blick in die Zukunft richtet die ARTfair Innsbruck auch auf neue Technologien. Der Innsbrucker Medienkünstler Atila-Atila präsentiert eine mit künstlicher Intelligenz realisierte Installation, die bereits auf großen internationalen Ausstellungen zu sehen war. Die interaktive Arbeit greift ein Thema auf, das die Kunstwelt zunehmend beschäftigt: das Verhältnis von Kunst, Kreativität und künstlicher Intelligenz.
Mit dem REX|LAB des Instituts für Experimentelle Architektur der Universität Innsbruck unter der Leitung von Prof. Marjan Colletti kommt zudem die Robotik ins Spiel. Roboter werden dort nicht lediglich als Werkzeuge verstanden, sondern als Akteure im künstlerischen Prozess. Aus digitaler Technologie, Robotik und Materialforschung entstehen Skulpturen und räumliche Arbeiten, die die Grenzen zwischen Kunst und Architektur ausloten.
Zum Programm gehört erneut auch ARTfair for Charity. Der Lions Club Goldenes Dachl sammelt Spenden, indem Galerien und Künstler Werke unentgeltlich zur Verfügung stellen, die am Messesonntag verlost werden. Der Erlös kommt geprüften Hilfsprojekten im Land zugute.
Einen festen Platz hat traditionell auch die Junge Kunst. Mit den Formaten GALARTERY fine art und artroom21.the art project show erhalten aufstrebende Positionen wie Sarah Jane Hofmann, Heinz Aschenbrenner, Esther Mair und Chiara Sestak eine Bühne. „Neben etablierten Positionen braucht eine Messe wie unsere den Mut zu neuen Stimmen – sie bringen die Impulse, die die Kunstszene von morgen prägen“, betont Johanna Penz.
Zum 30. Jubiläum präsentiert sich die ARTfair Innsbruck damit als Messe, die ihre Geschichte mit neuen Entwicklungen verbindet: internationale Kunstpositionen, etablierte Namen und junge Künstler treffen auf Phantastischen Realismus, digitale Medien, künstliche Intelligenz und Robotik. Vom 23. bis 25. Oktober 2026 wird die Olympiaworld Innsbruck damit zum Treffpunkt für Sammler, Kunstliebhaber, Galerien und Kunstschaffende aus dem In- und Ausland.
Foto/c-DieFotografen