BOZEN. Termine planen, Ideen entwickeln und gleichzeitig soziale Projekte unterstützen: Die neue zweisprachige zebra.Agenda 2026/27 verbindet Alltag, gesellschaftliches Engagement und Solidarität. Seit Ende Juli wird der Jahresplaner von den Verkäuferinnen und Verkäufern der Straßenzeitung zebra. in ganz Südtirol angeboten. Mit jedem verkauften Exemplar erhalten sie eine zusätzliche Einnahmequelle.
Die Agenda entstand in Zusammenarbeit der OEW – Organisation für Eine solidarische Welt, des Amts für Jugendarbeit und von Youth Info. Im Mittelpunkt stehen diesmal die EU Youth Goals, die Jugendziele der Europäischen Union. Sie sollen zeigen, dass Mitbestimmung nicht erst in der Politik beginnt, sondern überall dort, wo junge Menschen ihren Alltag gestalten – in der Schule, im Verein, im Freundeskreis oder in ihrer Gemeinde.
Jeder Monat widmet sich einem aktuellen Thema wie Bildung, mentale Gesundheit, Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung, Mitbestimmung oder sicheren Lebensräumen. Ergänzt werden die Kalenderseiten durch Hintergrundinformationen, Zitate, Checklisten und praktische Impulse.
Ein besonderes Merkmal der Agenda ist ihre kreative Gestaltung. Im Rahmen eines Zeichenwettbewerbs haben Jugendliche aus Südtirol die Illustrationen entworfen. Bei einer Präsentation stellten Maria Thaler (17), Nadia Thaler (14) und Ida Obertegger (17) ihre Arbeiten persönlich vor und luden Passantinnen und Passanten dazu ein, die Motive selbst auszumalen.
Maria Thaler gestaltete die Titelillustration zum zehnten Jugendziel „Ein nachhaltiges grünes Europa“. „Gerade wir Jugendliche sollten die Umwelt pflegen und schützen, damit Tiere und Menschen in einer grünen und sauberen Zukunft leben können“, erklärte sie.
Ida Obertegger widmete sich dem achten Jugendziel zum Thema Bildung. „Die Ideen der Jugend sind groß. Wir können viel erreichen und unsere Gedanken sprießen lassen“, sagte sie.
Für Nadia Thaler stand das zweite Jugendziel zur Gleichberechtigung aller Geschlechter im Mittelpunkt. Ihre Illustration beschreibt sie als „Utopie einer friedlichen Welt, in der jeder Mensch, vor allem Kinder und Jugendliche, die Möglichkeit hat, frei zu leben“.
Franziska Blaas, Projektverantwortliche für Bildung und Schulprojekte der OEW, sieht in der Agenda weit mehr als einen Terminkalender. „Mit der zebra.Agenda möchten wir jungen Menschen einen praktischen Begleiter für ihren Alltag in die Hand geben und sie gleichzeitig ermutigen, ihre Ideen einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Die EU Youth Goals zeigen, dass Mitbestimmung überall dort beginnt, wo Menschen ihr Umfeld aktiv mitgestalten.“
Auch Konrad Pamer, Direktor des Amts für Jugendarbeit, unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Die EU Youth Goals sind kein abstraktes Papier, sondern eine Einladung an junge Menschen, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Die zebra.Agenda zeigt, dass Europa im Alltag beginnt.“
Julia Prossliner von Youth Info verweist auf den niederschwelligen Zugang zu Informationen: „Die zebra.Agenda unterstützt Jugendliche bei der Organisation ihres Alltags und vermittelt gleichzeitig wichtige Informationen verständlich und alltagsnah.“
Neben dem Bildungsaspekt erfüllt die Agenda auch einen sozialen Zweck. Gemeinsam mit zebra.-Verkäufer Ighobue Nwachukwu machte Sozialarbeiterin Giulia Hillebrand darauf aufmerksam, dass der Verkauf der Agenda eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle für die Verkäuferinnen und Verkäufer der Straßenzeitung darstellt.
Die zebra.Agenda 2026/27 ist für 12 Euro bei den Verkäuferinnen und Verkäufern der Straßenzeitung zebra. sowie teilweise auch in den Südtiroler Weltläden erhältlich. Die Hälfte des Verkaufspreises bleibt direkt bei den Verkaufenden und unterstützt damit das Sozialprojekt.