Ein konstruktiver Austausch über zentrale Zukunftsfragen der Seniorenbetreuung in Südtirol stand im Mittelpunkt eines Treffens zwischen der Spitze des Verbandes der Seniorenwohnheime Südtirols (VdS) und Landesrätin Ulli Mair. In Bozen trafen sich VdS-Präsidentin Martina Ladurner und Direktor Oswald Mair mit der Landesrätin für Wohnbau, Sicherheit und Gewaltprävention, um aktuelle Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren.
Im Fokus des Gesprächs standen insbesondere die Arbeitsbedingungen im Pflegebereich sowie Maßnahmen zur besseren Gewinnung und Bindung von Fachpersonal. Ein zentrales Thema waren dabei die Wohnmöglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von außerhalb nach Südtirol kommen. Erste Grundkonzepte wurden in diesem Zusammenhang erörtert, mit dem Ziel, die Attraktivität der Arbeitsplätze in den Seniorenwohnheimen weiter zu erhöhen und den steigenden Bedarf an qualifiziertem Personal zu decken.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete der sogenannte gemeinnützige Wohnbau, zu dem ein vertiefter Informationsaustausch stattfand. Beide Seiten zeigten sich offen für weiterführende Gespräche, um mögliche Synergien zwischen Wohnbaupolitik und Pflegebedarf auszuloten und gemeinsam tragfähige Modelle zu entwickeln.
Auch die duale Ausbildung von Pflegehelferinnen und Pflegehelfern wurde angesprochen. Die Gesprächspartner tauschten sich über aktuelle Entwicklungen aus und unterstrichen die Bedeutung einer praxisnahen Ausbildung, um dem Fachkräftemangel langfristig entgegenzuwirken und gleichzeitig die Qualität der Betreuung sicherzustellen.
Das Treffen verlief in einer offenen und lösungsorientierten Atmosphäre. Sowohl die Vertreter des VdS als auch Landesrätin Mair betonten die Bedeutung einer engen und kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen Verband und Politik, um die Herausforderungen im Pflegebereich nachhaltig zu bewältigen und zukunftsfähige Rahmenbedingungen zu schaffen.
Der Verband der Seniorenwohnheime Südtirols vertritt die Interessen der heimischen Einrichtungen und setzt sich für die Weiterentwicklung der Pflege- und Betreuungsangebote im Land ein.
Im Bild v.l.n.r. Ressortdirektor Luca Critelli, Landesrätin Ulli Mair, VdS Präsidentin Martina Ladurner und VdS Direktor Oswald Mair