Bozen war am Dienstag Schauplatz eines wichtigen Austauschs zwischen Politik und Tourismus: Beim Antrittsbesuch von HGV-Präsident Klaus Berger und HGV-Direktor Raffael Mooswalder bei Landesrätin Ulli Mair standen zentrale Themen für das Gastgewerbe im Fokus – von der Sicherheit in Südtirol über Fördermöglichkeiten für Überwachungsmaßnahmen bis hin zur Wohnraumsituation für Beschäftigte.
Berger betonte die Schlüsselrolle von Sicherheit und Sicherheitsgefühl: Sie seien nicht nur wichtig für das persönliche Wohlbefinden von Einheimischen und Gästen, sondern auch ein entscheidender Standortfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Landesrätin Mair räumte ein, dass das Land in vielen Bereichen keine unmittelbare Zuständigkeit habe, zeigte aber auf, wie eine enge Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften und eine stärkere Ausstattung der Gemeindepolizei Impulse setzen könne. Besonderes Augenmerk legte sie auf das Projekt „Smart City“, das durch die Vernetzung von Daten die Sicherheit in den Zentren erhöhen soll.
Der HGV begrüßte diese Ansätze und verwies zugleich auf die Notwendigkeit gezielter Förderinstrumente für Überwachungsanlagen. Gerade kleine Betriebe hätten Schwierigkeiten, die Anschaffung solcher Anlagen zu finanzieren, betonte Mooswalder, seien sie aber für den Schutz von Gästen und Mitarbeitenden unverzichtbar.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Schaffung von leistbarem Wohnraum für Mitarbeitende im Gastgewerbe. Berger wies darauf hin, dass bezahlbare Unterkünfte nicht nur für die Beschäftigten selbst, sondern auch für die Akzeptanz des Tourismus in den Gemeinden von zentraler Bedeutung seien. Gemeinsam mit Mair sprachen sich HGV und Landesrätin für wirksame Kontrollen im Bereich konventionierter Wohnungen und touristisch genutzter Unterkünfte aus. Ziel sei es, klare und praktikable Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Betriebe ihren Mitarbeitenden sicheren und leistbaren Wohnraum anbieten können, ohne dass Wohnraum zweckentfremdet wird.
Am Ende des Treffens sicherten beide Seiten eine konstruktive Zusammenarbeit zu. HGV und Landesrätin Mair betonten, dass sie das gemeinsame Ziel verfolgen, die Lebensqualität in Südtirols Gemeinden zu stärken und die Bedingungen für Arbeiten und Leben in der Region kontinuierlich zu verbessern.
Im Bild: HGV-Direktor Raffael Mooswalder, Landesrätin Ulli Mair und HGV-Präsident Klaus Berger