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Ältere Menschen stoßen beim Atmen mehr Aerosolpartikel aus als jüngere Menschen

23 Maggio 2023

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Ältere Menschen stoßen beim Atmen mehr Aerosolpartikel aus als jüngere Menschen

Wissenschaftler der Universität der Bundeswehr München, der Technischen Universität München sowie der Ludwig-Maximilians-Universität München haben in einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Studie herausgefunden, dass ältere Menschen beim reinen Atmen mehr Aerosolpartikel ausstoßen als Jüngere.  „Aerosolpartikel spielen bei der Übertragung von verschiedenen Krankheitserregern wie z.B. SARS-CoV-2, Grippe oder Rhinoviren eine wichtige Rolle. Die Untersuchungen mit 40 jungen (Alter: 20 – 40) und 40 älteren (Alter: 60 – 76), gesunden Probanden in Ruhe und unter Belastung haben gezeigt, dass in der Gruppe der Älteren sowohl in Ruhe als auch unter Belastung die Konzentration an Aerosolpartikeln in der ausgeatmeten Luft ca. 3-fach erhöht ist im Vergleich zu den Probanden der jüngeren Gruppe“, erklärt Prof. Christian Kähler vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik an der Universität der Bundeswehr München.
Dieser Effekt führt trotz verringertem Atemminutenvolumen zu einer ca. 2-fach höheren Anzahl an pro Zeit ausgeatmeten Aerosolpartikeln. Bei steigender Belastung steigt die Menge an emittierten Aerosolpartikeln in beiden Gruppen exponentiell an und erreicht im Mittel bei den Jüngeren um das 50-fach bzw. bei den Älteren um das 40-fache höhere Werte als in Ruhe. Das Alter ist in Bezug auf die emittierte Aerosolpartikelmenge der wichtigste Parameter, wohingegen Geschlecht und BMI nur einen geringen bzw. keinen signifikanten Einfluss haben. Zusätzlich zur Menge der Aerosolpartikel ist bei den älteren Probanden im Vergleich zu den Jüngeren auch die Partikelgrößenverteilung hin zu größeren Partikeln verschoben, so dass ältere Menschen potenziell mehr Viren emittieren können. Die erhöhte Aerosolpartikelemission ist ein neues, bisher nicht beschriebenes Merkmal des Alterns der Lunge.