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Lächeln ist auch mit Maske möglich – Freiwilligenarbeit in Covid-19 Zeiten

3 Dicembre 2020

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Lächeln ist auch mit Maske möglich – Freiwilligenarbeit in Covid-19 Zeiten

Wenn viele Menschen zusammenhalten und zusammenarbeiten, ist vieles möglich. Getreu diesem Motto agieren die unzähligen Freiwilligen in unserem Land schon seit Jahren, zum Wohle der Bevölkerung. Ob Corona-Massentest, Essen auf Rädern oder einfach ein Ohr zum Zuhören: Jeden Tag engagieren sich Freiwillige in unserem Land, bereichern den Alltag vieler Menschen und kümmern sich um so manche Nöte und Sorgen. Am 5. Dezember, Internationaler Tag der Freiwilligen, kann man deshalb zum wiederholten Mal nur „Vergelt’s Gott!“ sagen: „Danke! Grazie! Lolan!“

Natürlich macht die Covid-19 Pandemie den Freiwilligen und auch den gemeinnützigen Organisationen zu schaffen. Viele mussten heuer immer wieder ihre Arbeit stoppen oder komplett umorganisieren. Und gerade in den kritischen Phasen des Lockdowns wurden praktisch über Nacht viele völlig neue Notversorgungsdienste und Hilfen organisiert, um die Bevölkerung zu unterstützen. Einmal mehr zeigte sich: In der Krise werden die Menschen erfinderisch. Und die Menschen wollen aktiv etwas tun.

„Wir bekommen viele Anrufe von Personen, die ihre Hilfe anbieten. Sie wollen als Freiwillige irgendwo mithelfen, weil sie ihre Arbeit verloren haben, oder aufgrund der Verordnungen nicht arbeiten dürfen“, stellt Simonetta Terzariol von der Dienststelle für Freiwilligenarbeit im Dachverband für Soziales und Gesundheit fest. Ein Barkeeper etwa, der in der Telefonhilfe mitarbeiten will, eine Frau, die mehrmals wöchentlich Menschen mit Behinderung unterstützen möchte, es gibt viele solcher Beispiele. „Analoge Situationen hatten wir auch schon 2012 in der Zeit der Wirtschaftskrise, oder in der Flüchtlingskrise 2015. Auch damals haben diese Krisen stets dazu geführt, dass sehr viele Menschen den Entschluss gefasst haben, sich als Freiwillige zu aktivieren“, sagt Terzariol: „Gemeinsam mit den Freiwilligen versuchen wir dann herauszufinden welche Möglichkeiten es gibt und stellen dann den Kontakt mit Freiwilligenorganisationen her.“ Das tut sie nun schon seit 20 Jahren, denn genau so lange ist die Dienststelle für Freiwilligenarbeit im Dachverband aktiv. Ein kleines Jubiläum, aber Zeit und Möglichkeiten zum Feiern gab es heuer kaum. Umso mehr wurden heuer die Freiwilligenorganisationen unterstützt, diese besondere Covid-19 Situation zu bewältigen. Covid-19 hat die Arbeit zum Teil etwas eingebremst, vieles konnte und kann jedoch, immer unter Beachtung der Sicherheitsbestimmungen, trotzdem stattfinden.

Einige Stimmen aus den Freiwilligenorganisationen:

Anna Faccin vom Verein Debra: „Schmetterlingskinder, also Menschen die eine Haut haben, die sehr verletzbar ist, sind mit großen Herausforderungen konfrontiert. Zum Glück gibt es viele Freiwillige die uns unterstützen. Und gerade in der Covid-19 Pandemie sind besonders auch die Freiwilligen mit vielen Hindernissen konfrontiert. Es ist eine Herausforderung für uns alle. Es war und ist wichtig, das Infektions-Risiko möglichst gering zu halten. Sowohl für die Freiwilligen, als auch natürlich die Betroffenen. Aber auch mit den notwendigen Schutzmasken und Abstandsregeln dürfen wir den Mut nicht verlieren. Ein Lächeln ist auch unter der Maske möglich!“

Daniel Brusco, Verein Volontarius: “Wir versuchen immer schnell auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren. So entstand etwa der Einkaufshilfsdienst. Wir haben auch versucht Freiwillige immer aktiv einzubinden und dort einzusetzen, wo es möglich war. So gab es nie wirklich einen Stillstand. Bei Hilfsdiensten die den Einkauf erledigen und direkt nach Hause bringen geht es letztlich nicht nur um die Versorgung mit Lebensmitteln, sondern auch um das Gefühl, nicht alleine gelassen zu sein.“

Elisa Erlacher, Verband ARIADNE: „Unser Einsatz gilt den Familien wo es Angehörige mit psychischen Erkrankungen gibt. Auch in diesen schwierigen Zeiten wollen wir den Menschen nahe sein. Isolation und soziale Distanz, Zukunftsängste lasten auf den Schultern aller Menschen. Wir versuchen den Kontakt zu halten, indem wir die Technik und das Internet nutzen. Mehr denn je ist es für jeden von uns wichtig, auf sich selbst und die Mitmenschen zu achten Deshalb haben wir eine Sensibilisierungskampagne für die psychische Gesundheit gestartet.“

Orfeo Donatini, Zentrum Auser Bozen: “Unser Verein, der vom Hauptsitz in Don Bosco, Bozen aus operiert, hat seine Tätigkeit in diesen Monaten der Pandemie nie eingestellt. Tatsächlich standen die Freiwilligen – mit allen Vorkehrungen zum Schutz der Gesundheit – im Dienste älterer Menschen, etwa als Transportdienst für die Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten nach Hause (zusammen mit den anderen Verbänden Anteas und Ada in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Betrieb für Sozialdienste Bozen) – sowie für das hoch geschätzte Sorgentelefon mit Hunderten von Anrufen. Uns ist es wichtig, dass sich die Menschen nicht alleine gelassen fühlen, in einer Zeit, in der Angst und Furcht den Zustand und die Einsamkeit älterer Menschen tendenziell verschlechtern. Am Freiwilligentag wollen wir die Gelegenheit nutzen, neue Freiwillige anzusprechen: schon ein paar wenige Stunden pro Woche reichen aus, um anderen Menschen wirklich zu helfen.”

Mara Zussa, Il Papavero – Der Mohn: „Nach einem ersten Moment totaler Verbote konnten wir im Lauf des Jahres wieder unsere Hilfe in der Hospizabteilung des Bozener Krankenhauses garantieren. Natürlich war es nicht das, was wir sonst routinemäßig für die Familien und die Personen am Lebensende tun. Ein wichtiger Teil unserer Aktivitäten besteht ja aus persönlichen Beziehungen, Augenkontakt, Berührung. Unsere Freiwilligen sind den Menschen nahe, indem sie Emotionen, Ängste und Nähe teilen – gerade wenn dieser Weg zum letzten Lebensabschnitt wird. Für die Freiwilligen war es schwierig, dies plötzlich nicht mehr in der gewohnten Form tun zu dürfen. Trotzdem konnten unsere Freiwilligen mithelfen, dass sich die Menschen nicht so einsam und isoliert fühlen.“

Ruth Mayr, GWB – Sozialgenossenschaft: „Der aktuelle Notfall hat viele Aspekte unserer persönlichen und beruflichen Alltagsrealität in Frage gestellt. Aber Solidarität und gegenseitige Hilfe, also zwei grundlegende Aspekte jeder Freiwilligenarbeit, haben in dieser Krise sicher an Bedeutung gewonnen. Wir freuen uns und sind dankbar für jede helfende Hand.“

“Wichtig ist es, in Kontakt zu bleiben, zu reden und zuzuhören, die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen”, sagt Simonetta Terzariol.Die Freiwilligenorganisationen werden auch künftig aktiv unterstützt, durch gemeinsame Projekte, Weiterbildung, Information und organisatorische Hilfen.

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