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Professionelle Hilfe zur Sachwalterschaft an neuer Adresse

5 Marzo 2020

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Professionelle Hilfe zur Sachwalterschaft an neuer Adresse

Der Dachverband für Soziales und Gesundheit hat dem Verein für Sachwalterschaft alle bisher angebotenen Dienstleistungen zur Sachwalterschaft übertragen und in einem Einvernehmensprotokoll vereinbart, dass Betroffene weiterhin gut beraten und unterstützt werden, kostengünstig eine Sachwalterschaft bei Gericht zu beantragen. Nach dem erfolgten Umzug in neue Räumlichkeiten am Siegesplatz 48 in Bozen werden ab 4. März alle Dienstleistungen rund um die Sachwalterschaft an der neuen Adresse angeboten.

Fragen zur Entmündigung, zur Teilentmündigung und zur Sachwalterschaft wurden im Dachverband für Soziales und Gesundheit stets mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.
„Sachwalterschaft bedeutet Hilfe statt Entmündigung“, erklärt Dachverband-Vizepräsidentin Dorotea Postal. „Früher gab es im Fall einer eingeschränkten Handlungsfähigkeit hingegen nur Entweder-Oder. Die Betroffenen bekamen einen Vormund und wurden entmündigt oder teilentmündigt. Heute wird in solchen Fällen fast ausnahmslos eine Sachwalterschaft vorgesehen. Ein enormer Fortschritt“, betont Postal: “Mit der Verabschiedung eines eigenen Landesgesetzes hat Südtirol der Sachwalterschaft eine wichtige Absicherung verschafft. Jetzt braucht es die entsprechenden Schritte, dass der Aufwand für die Sachwalterschaft künftig auch für engere Angehörige in angemessener Weise ausgeglichen wird und die Umsetzung der Maßnahmen für Südtirol regelmäßig ausgewertet werden.“
Tatsächlich gibt es immer mehr volljährige, erwachsene Menschen, die ihr Leben alleine nicht mehr im Griff haben. Das Nachlassen der geistigen Kräfte im Alter, ein Unfall, eine Krankheit, ein Suchtproblem, eine Behinderung, vieles kann dazu führen auf Hilfe angewiesen zu sein. Zu ihrem Schutz kann das Gericht einen Sachwalter als Beistand einsetzen. Dieser unterstützt die Betroffenen dann so gut wie möglich. Er kümmert sich um die ihm anvertraute Person, sorgt für ihr Wohl. Er verwaltet je nach Bedarf die Finanzen, vertritt sie bei Ämtern und erledigt Behördengänge.
15 Jahre lang hat der Dachverband einen Beratungs- und Unterstützungsdienst angeboten und war tausenden Personen bei der Beantragung einer Sachwalterschaft behilflich. Im Sommer 2019 hat der Dachverband diesen Fachdienst zur Gänze dem gemeinnützigen Verein für Sachwalterschaft übertragen. Damit wird dort alles aus einer Hand geboten, während sich der Dachverband in Fragen zur Sachwalterschaft wieder auf Interessenvertretung und Netzwerkarbeit konzentriert.
In den letzten Tagen ist der Verein für Sachwalterschaft nun in neue Räumlichkeiten am Siegesplatz 48 in Bozen umgezogen. Die Telefonnummer Tel. 0471 1882232 und die Öffnungszeiten bleiben unverändert.
Wie die Zusammenarbeit zwischen dem Dachverband für Soziales und Gesundheit in Vertretung der knapp sechzig Mitgliedsorganisationen und dem Verein für Sachwalterschaft künftig aussehen und gestaltet werden soll, haben die Vorsitzenden beider Organisationen gestern in einem Einvernehmensprotokoll festgelegt. So soll es weiterhin gemeinsame Initiativen für die Verankerung der Idee einer würdevollen Sachwalterschaft, für die Umsetzung der in den betreffenden Staats- und Landesgesetzen vorgesehenen Maßnahmen und zur Gewährleistung einer aufmerksamen und qualifizierten Ausübung der Sachwalterschaft geben. Zu diesem Zweck werden auch die Mitgliedsorganisationen des Dachverbandes dazu eingeladen, erfahrene Personen zur Übernahme einer Sachwalterschaft in besonderen Lebenssituationen, wie etwa bei einer psychischen Erkrankung zu gewinnen. Zugleich bietet der Verein für Sachwalterschaft den Betroffenenorganisationen Fachinformationen und begünstigte Beratungen an. In regelmäßigen Treffen wollen beide Seiten dafür sorgen, dass die Sachwalterschaft weiterhin als gemeinsames Anliegen allen Interessierten in einfacher und günstiger aber vor allem in qualifizierter Form Weise zugänglich ist.
“Die Übernahme einer Sachwalterschaft ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Wir wollen sicherstellen, dass die begleiteten Personen in verlässlicher Weise aufmerksam und umfassend unterstützt werden”, sagt Werner Teutsch, Präsident des Vereins für Sachwalterschaft.

Im Bild: Professionelle Hilfe bei einer Sachwalterschaft. Werner Teutsch (Präsident Verein für Sachwalterschaft) und Dorotea Postal (geschäftsführende Vizepräsidentin des Dachverbandes für Soziales und Gesundheit) bei der Unterzeichnung der Zusammenarbeit.

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