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„Nun ist beidseitige Solidarität in dieser Ausnahmesituation zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern gefragt“

5 Marzo 2020

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„Nun ist beidseitige Solidarität in dieser Ausnahmesituation zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern gefragt“

„Mittlerweile sind die Auswirkungen, die das Corona-Virus auf das öffentliche Leben hat, bei uns in Südtirol angekommen – und zwar mit allen Konsequenzen, die es sowohl auf Familien sowie auch auf Unternehmen und die Wirtschaft insgesamt hat. Dies sind keine Mutmaßungen, sondern mit Blick auf das gestern erlassene Ministerialdekret, Tatsachen“, sagen Magdalena Amhof und Waltraud Deeg, Führungsspitze der SVP-ArbeitnehmerInnen. 

„Es gilt nun, dass sich ArbeitnehmerInnen und Unternehmen gegenseitig Solidarität entgegenbringen. Die Notlage, in der sich seit Anbruch der Pandemie für die Wirtschaft abzeichnet, ist augenscheinlich. Das gestern erlassene Ministerialdekret, das weitreichende Maßnahmen vorsieht, wie zum Beispiel die Einstellung aller Erziehungs- und Schulleistungen, stellt nunmehr auch die Familien vor eine große Herausforderung“, meinen Amhof und Deeg. „Leider sind uns hier als PolitikerInnen auf Landesebene die Hände gebunden. In Fragen der öffentlichen Gesundheit hat der Staat exklusive Handlungsgewalt. Dies wird Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht daran hindern, sich jetzt die Hand zu reichen, die Ausnahmesituation in gegenseitiger Solidarität zu meistern und gemeinsam an Lösungsmaßnahmen zu arbeiten“, unterstreichen die Vorsitzende der SVP-ArbeitnehmerInnen und ihre Stellvertreterin. „Zeitausgleich, Teilzeit und unbezahlter Urlaub sind Möglichkeiten, die relativ flexibel im gegenseitigen Einverständnis gehandhabt werden können. Jetzt sind alle Möglichkeiten auszuloten, damit die Beaufsichtigung von Kindern gewährleistet werden kann, und die Eltern in diese Situation entlastet werden. Gleichzeitig können viele Arbeitstätigkeiten von zuhause aus abgewickelt werden, ohne dass ein zu großer Verlust von Produktivität von Seiten der Unternehmen zu befürchten ist“, so Amhof. Es gelte jetzt, die Bedürfnisse des jeweils anderen zu sehen und wahrzunehmen.
„Andere Regionen und Gebiete in Italien machen dies bereits vor – und es ist auch für uns eine Chance, die wir sicher ergreifen werden. Ziel ist es, den Bedürfnissen der Familien Rechnung zu tragen“, sagen beide Arbeitnehmerinnen unisono.

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