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HGV-Künstler/in des Jahres: Die Finalisten 2020 sind Stefan Alber, Robert Bosiso und Karin Schmuck

21 Gennaio 2020

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HGV-Künstler/in des Jahres: Die Finalisten 2020 sind Stefan Alber, Robert Bosiso und Karin Schmuck

Bei dem vom Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) und Südtiroler Künstlerbund gemeinsam ausgeschrieben Preis wird auch in der 5. Ausgabe der/die HGVKünstler/ in des Jahres anhand eines landesweiten Wettbewerbes ermittelt.

Von einer fünfköpfigen Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Südtiroler Künstlerbundes und des HGV sowie zwei externen Fachleuten wurden aus 28 Einsendungen von Südtiroler Kunstschaffenden die drei Künstler Stefan Alber, Robert Bosisio und Karin Schmuck als Finalisten ausgewählt. Das Gewinnerobjekt, welches einen Bezug zum Hotel- und Gastgewerbe sowie zum Tourismus aufweisen muss, wird anhand eines genauen Kriterienkataloges ermittelt. Im Mittelpunkt stehen dabei Originalität, Qualität und Nachhaltigkeit. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis ist mit einem Auftrag für die Produktion eines Originalwerkes und einer 20-teiligen Edition verbunden. Das eigens für den Wettbewerb produzierte Siegerwerk wird Teil der jungen Kunstsammlung des HGV. Die limitierten Werke der Edition werden vom HGV als Präsent zu besonderen Anlässen und Auszeichnungen im jeweiligen Jahr vergeben.

Im Mai wird der Preisträger bzw. die Preisträgerin 2020 im Rahmen einer Feier bekannt gegeben und das Originalwerk und die Edition der Öffentlichkeit vorgestellt.

Karin Schmuck

Karin Schmuck (*1981, Bozen) studiert Malerei an der Accademia di Belle Arti in Urbino und Fotografie an der Accademia di Belle Arti von Bologna. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, unter anderem in der Galleria Nazionale delle Marche (Pu), dem Centro per la Fotografia d’Autore (Ar) und der Villa Brandolini (Tv), Gewinnerin mehrerer Preise, darunter des Combat Prize 2017 und des Premio Carlo Gajani 2018. 2005 – 2007 lebt sie in Wien, 2010 – 2017 in Bologna, längere Studien- und Arbeitsaufenthalte in Tansania, Peru, Spanien und Marokko. Sie lebt und arbeitet in Seis am Schlern und Bologna.

Karin Schmuck setzt sich in ihrer Arbeit mit dem Sehen auseinander, dem Blick, damit, wie Bilder gelesen werden. Universelle Themen finden Ihren Ausdruck unter Bezugnahme auf die Kunstgeschichte und in der Verwendung klassischer Elemente aus Mythologie und Literatur. Umkehrungen und Verschiebungen des so WiederErkannten sollen den Betrachter bewegen, vielleicht irritieren, vielschichtige Bedeutungsmöglichkeiten enthüllen und Denkprozesse anregen. Sie sucht das Gleiche in den Gegensätzen und die Widersprüche in der scheinbaren Harmonie, ihre Arbeiten verlangen nach einer Verlangsamung des Sehens, nach einem zweiten, dritten Blick; erst dann offenbaren sie ihren facettenreichen Inhalt.

Robert Bosisio

Foto/c-Donata Wenders.

Robert Bosisio (geboren 1963 in Truden, Bozen) studiert an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien in der Meisterklasse für Malerei bei Prof. Unger und Prof Froher. Erhält zahlreiche Förderpreise und Stipendien für Aufenthalte in Berlin, New York, London. 1995 wird er mit dem Walther von der Vogelweide Preis ausgezeichnet, 1996 mit dem Martin-Rainer- Förderpreis der Johann Wolfgang von Goethe- Stiftung Basel. Weltweite Ausstellungsprojekte und Beteiligungen, u.a. 2011 an der 54. Biennale von Venedig. Robert Bosisio lebt heute zwischen Südtirol, Berlin und Cluj in Rumänien, wo er seine Ateliers betreibt und sich für die Nachwuchsförderung engagiert.

Der Körper und der Raum und ihre ineinandergreifende Beziehungen zu einander sind die Themen mit denen sich Robert Bosisio in seiner einzigartigen Malerei beschäftigt. Das Verschleierte, das nicht offenlegen, das Überwinden sind zum Charakteristikum avanciert. Robert Bosiso changiert mit Atmosphären, spielt mit vibrierenden Formen und metaphysischen Räumen, mit dem sanften Durchdringen von Grenzen. Hinter dichten mit feinen Linien überzogenen Oberflächen eröffnen sich zarte pastellfarbene Räume und Formen, die wie erbleichte Erinnerungen an Träume denken lassen.

Stefan Alber

Stefan Alber (*1981 in Bruneck) studierte an der HfbK in Hamburg und an der China Academy of Art, Hangzhou/CN. Seit 2009 lebt und arbeite er in Berlin. Bis heute zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen wie in der Uferhallen, Berlin, im FuturDome, Mailand, in der Sammlung Finstral, Augsburg, in der Kunsthalle Exnergasse Wien, im Lanserhaus Eppan, Funkhaus Berlin, in der Stadtgalerie in Birxen, im Museum for Architecture and Design, Ljubljana oder im Sudsudvestur, Reykjanesbaer/IS.
In seinen Bildern, Objekten und Installationen beschäftige Stefan Alber sich mit der Vielschichtigkeit der Beziehungen und Grenzen von Fotografie, Malerei, Skulptur und Architektur. Dabei lehnt er sich an Vorbilder an und reagiert auf kunsthistorische und medienspezifische Modelle. Er lässt sich von Gegebenheiten im Kunstkontext leiten und verflechtet diverse Ansätze durch bestimmte Materialien, Gegenstände, Prozesse oder Produktionstechniken. Alber experimentiert mit der Wirkungskraft von Oberflächen, er formt, faltet, transferiert oder kombiniert sie mit Modulen aus Alltagsobjekten und Fundstücken. Die Recherche ortsspezifischer Gegebenheiten spielt in seinen komplexen Installationen eine übergreifende Rolle. So zeigt er sozioökonomische Umstände auf und erweitert prozesshafte Werke im Laufe der Jahre. Stefan Alber hat sich eine Vielfalt von Möglichkeiten erarbeitet, mit denen er pointiert und überraschend auf kunst- und gesellschaftsrelevante Themen reagiert.

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