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VinziBuddies seit eineinhalb Jahren Wegweiser für Menschen in Not

20 Dicembre 2019

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VinziBuddies seit eineinhalb Jahren Wegweiser für Menschen in Not

Sie arbeiten seit 18 Monaten im Stillen und leisten Großartiges, besuchen einsame Menschen zu Hause, erklären eingewanderten Menschen die Südtiroler Gegebenheiten, unterstützen sie bei Behördengängen und vermitteln Arbeit. Sie schenken Zeit und bieten ihre Talente und Kontakte an: Vor genau eineinhalb Jahren hat die Gruppe der VinziBuddies der Südtiroler Vinzenzgemeinschaft in Bozen ihre Tätigkeit erfolgreich aufgenommen. Es handelt sich um ein halbes Dutzend Freiwillige rund um Laurin Pobitzer, die Familien in schwierigen Situationen begleiten. Zum nächsten Treffen am 13. Jänner 2020 im Garten im Kapuzinerkloster sind Interessierte eingeladen sind, die auch VinziBuddy werden möchten.

Die Südtiroler Vinzenzgemeinschaft lädt volljährige junge und ältere Menschen ein, als VinziBuddy monatlich mindestens zwei Stunden Zeit zu schenken: als Kumpel, Freundin oder Pate von Menschen in schwierigen Lebenssituationen. VinziBuddies sind haftpflichtversichert; langjährige Freiwillige der Hilfsorganisation begleiten sie bei der Einführung in den Freiwilligendienst.

Die Wirtschaft in Südtirol brummt, doch die Not sitzt fest. Vor allem in der Landeshauptstadt geht die Schere zwischen Arm und Reich sichtbar auseinander. Der Bozner Laurin Pobitzer ist ehrenamtlicher Leiter des Projektes VinziBuddy. Der Unternehmer kennt Zeitmangel aus eigener Erfahrung. Trotzdem will er „als einer, der viel Glück im Leben hatte“ andere an diesem Glück teilhaben lassen. Laurin Pobitzer hat in den vergangenen eineinhalb Jahren als VinziBuddy eine neue Seite von Bozen kennengelernt und ist dankbar dafür. Glück, Reichtum und Armut seien ungleich verteilt, sagt er. Armut habe nicht nur mit Geld zu tun. Es gebe sehr viele einsame Menschen ohne Verwandte oder Freunde und Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Leute, die auf der Lebensstraße ungünstig abgebogen seien, bräuchten Unterstützung beim Einlegen des Rückwärtsgangs. „Als VinziBuddy helfen wir nicht mit Geld, auch nicht mit Lebensmitteln oder Möbeln. Unser Angebot ist unsere Zeit und unser offenes Ohr, unser Geschenk ist unsere Freundschaft“, sagt Laurin Pobitzer.

VinziBuddies beschränken sich bei ihrer Tätigkeit nicht auf ein bestimmtes Thema, sondern versuchen als Wegweiser zu fungieren. „Wir motivieren mit Worten, Wertschätzung und unterstützen konkret.“ Manche Menschen bräuchten eine bestimmte Adresse oder einen Kontakt zu Behörden. „Wir versuchen, eingewanderten Menschen unsere Kultur, Religion, Bräuche und Traditionen zu erklären, damit sie verstehen, warum wir Südtiroler so ticken wie wir ticken.“ VinziBuddies fungieren auch als Jobvermittler. Der Sohn einer eingewanderten Familie hat mit Unterstützung der Gruppe einen Job bei einem Tapezierer gefunden. „Der Vorgesetzte ist so zufrieden mit ihm, dass er nun auch die Schwester des Jungen angestellt hat“, erzählt Laurin Pobitzer. Es gehe darum, Menschen, die kaum Zugang zur Gesellschaft haben, Teilhabe zu ermöglichen. Das brauche Zeit und ein offenes Herz.

Interessierte VinziBuddies können sich montags, mittwochs und freitags von 9 bis 11 Uhr telefonisch unter +39 0471 970 086 und jederzeit per Mail an info@vinzibuddy.it wenden. Unter www.vinzibuddy.it erfahren sie mehr über das Projekt. Laurin Pobitzer und sein Team laden am Montag, 13. Jänner um 19.15 Uhr zum VinziBuddy-Informationsabend in den Ozanam-Saal beim Kapuzinerkloster in der Bozner Wolkensteingasse 1 ein.

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