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„Studentische Gewalt (1914-1945)” – Präsentation an der Freien Universität Bozen

15 Novembre 2019

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„Studentische Gewalt (1914-1945)” – Präsentation an der Freien Universität Bozen

Die Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) veranstaltet in Zusammenarbeit mit Geschichte und Region und dem Südtiroler Landesarchiv, eine öffentliche Präsentation zum Thema „Studentische Gewalt (1914-1945)”. Die Präsentation findet an der Freien Universität Bozen am 20. November 2019 um 18.30 Uhr statt.

Mit Gewaltexzessen war es nach dem Ende des Ersten Weltkrieges noch lange nicht vorbei. Gewalt, genauer innenpolitische Gewalt, prägte die europäischen Nachkriegsgesellschaften weiterhin, auch weil sie als legitimes Mittel der politischen Teilhabe galt. Wie radikalisierte sich die junge Generation in diesem Klima der Gewalt? Antworten liefert das neue Heft von “Geschichte und Region/Storia e regione”, das nun in Bozen vorgestellt wird.

In weiten Teilen Europas gelang es nach dem Ersten Weltkrieg nicht, den Zustand einer post-war-society zu überwinden, da die öffentliche Teilhabe an Politik mitunter einem hohen Maß an innenpolitischer Gewalt einherging. Hauptsächlich für die sich neu formierende Rechte und die paramilitärischen Verbände spielte militantes Verhalten in der Zwischenkriegszeit eine wichtige Schlüsselrolle. Vor allem Studierende waren oftmals wichtige Multiplikatoren in solchen Bewegungen.
Die neue Herausgabe des Heftes der Bozner Zeitschrift “Geschichte und Region/Storia e regione” beschäftigt sich in fünf regionalhistorischen Studien mit dem Themenkomplex “Studentische Gewalt” in den Jahren zwischen 1914 und 1945. In den versammelten Beiträgen werden die regionalen Dimensionen studentischer Gewalträume und -kulturen untersucht. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie die jeweiligen regionalen Verhältnisse die Radikalisierung von Studierenden beschleunigen bzw. bremsen konnten und welche spezifischen Gewaltkulturen sich in den diversen Regionen entfalteten.

Das Heft wird am 20. November 2019 um 18.30 Uhr an der Freien Universität Bozen vorgestellt. Die beiden Herausgeber des Heftes, die Historiker Martin Göllnitz (Philipps-Universität Marburg) und Matteo Millan (Universität Padua) sprechen über die Zusammenhänge von Studierenden, Gewalt und Faschismen. Anschließend erzählt der Historiker Simone Duranti (Universität della Tuscia), welche Bedeutung den Studierenden von Trient und Bozen in der faschistischen Universitätsorganisation GUF zukam. Es moderiert Adina Guarnieri.
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos zugänglich.

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