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Migrationsmedizin: Ringvorlesung Gender Medizin informiert über Herausforderungen und vermittelt Know-How

1 Ottobre 2019

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Migrationsmedizin: Ringvorlesung Gender Medizin informiert über Herausforderungen und vermittelt Know-How

Die Medizin von heute steht vor neuen Herausforderungen. Im Rahmen der zunehmenden. 

Globalisierung sowie wegen der auch nach Österreich kommenden Flüchtlinge benötigen ÄrztInnen ein spezielles Know-How. Die Ringvorlesung Gender Medizin der Medizin Uni Innsbruck beleuchtet das Thema „Migrationsmedizin“ aus verschiedenen Gesichtspunkten. Die 14 Vorträge finden ab 10. Oktober 2019 jeweils am Donnerstag um 18:30 Uhr im Medizin Zentrum Anichstraße (MZA), Hörsaal (1-Go-144) statt. [Eintritt frei]

Innsbruck. Was sind in der Migrationsmedizin neben der Sprache die großen Herausforderungen? Was wissen wir über die Herkunftsländer, über dort vorkommende Infektionskrankheiten und das lokale Gesundheitsverhalten? Es sind Fragen wie diese, die ÄrztInnen in Österreich täglich beschäftigen, denn in den Ambulanzen und Praxen werden PatientInnen aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt behandelt. Antworten gibt die Ringvorlesung Gender Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck in diesem Wintersemester.
Die Gender Medizin ist aus der Frauen- und Männergesundheit entstanden und entwickelt sich aktuell zu einem Fachgebiet weiter, dass die Diversität in das Zentrum stellt. „Menschen sind unterschiedlich. Diversität war für uns in der Gender Medizin schon immer ein wichtigstes Thema. In diesem Wintersemester möchten wir daher Bewusstsein für die Migrationsmedizin schaffen“, erklärt Margarethe Hochleitner, Univ.-Prof.in für Medizin und Diversität an der Medizin Universität Innsbruck und Initiatorin der Ringvorlesung Gender Medizin. Hochleitner ist darüber hinaus Direktorin des Frauengesundheitszentrums an den Univ.-Kliniken Innsbruck und die Leiterin der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Diversität.
„Gute medizinische Angebote: Diversität muss berücksichtigt werden“
Die praktischen, alltäglichen Probleme mit PatientInnen unterschiedlicher Ethnien und Herkunftsländer kennt Angelika Bader aus ihrer praktischen Arbeit. Die Ärztin für Allgemeinmedizin arbeitet am Frauengesundheitszentrum der Univ.-Kliniken Innsbruck. „Wir behandeln rund 700 Patientinnen im Jahr, darunter natürlich auch Frauen mit Migrationshintergrund“, sagt Bader. Eine der vordergründigen Herausforderungen ist die Sprachbarriere. Darüber hinaus benötigen ÄrztInnen auch ein spezielles Know-How. „Ich muss natürlich auch an Krankheiten denken, die bei uns nicht oder nur selten vorkommen“, sagt Bader. Thema der Ringvorlesung ist so z. B. die Sichelzellerkrankung, die eine der häufigsten Generkrankungen weltweit darstellt und durch die zunehmende Migration und auch in Österreich häufiger diagnostiziert wird. Ein weiteres wichtiges Thema sind Infektionskrankheiten. „Hier besteht in der Bevölkerung häufig die Angst vor einem Risiko der Einschleppung. Es gibt allerdings sehr viele Maßnahmen, um eine mögliche Verbreitung zu verhindern, dementsprechend können wir hier beruhigen“, sagt Bader. „Um im heutigen Gesundheitssystem gute medizinische Angebote machen zu können, müssen wir die Diversität unserer Patientinnen und Patienten berücksichtigen.“

Detailliertes Programm zum Download
Hintergrundinformation: Gender Medizin
Das Fach Gender Medizin ist ein vergleichsweise neues Fachgebiet der Medizin. Neben der Berücksichtigung geschlechterspezifischer Aspekte sind auch Kategorien wie Alter, kulturelle, religiöse Hintergründe, die Sprache oder die sexuelle Orientierung medizinisch relevant. „Die Gender Medizin richtet daher generell einen Blick auf Unterschiede in der Medizin. Eine der Herausforderungen ist hier die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung,“ erklärt Margarethe Hochleitner. Die Professorin für Gender Medizin sieht die Umsetzung von gendermedizinischer Forschung und Lehre an der Medizinischen Universität Innsbruck als ihren Arbeitsschwerpunkt.

Im Bild: Margerethe Hochleitner-MUI/C. Lackner.  

 

 

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