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Kinder und Jugendliche verwandeln Innsbruck

14 Luglio 2017

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Kinder und Jugendliche verwandeln Innsbruck

Bilding und Tiroler Landesmuseen gewannen Künstlerin Nicole Weniger für Sommer-Kreativwoche beim Ferienzug Innsbruck. 

In Kooperation mit der Kunst- und Architekturschule bilding und dem Ferienzug der Stadt Innsbruck veranstalteten die Tiroler Landesmuseen heuer erstmals eine Sommer-Kreativwoche. Kinder- und Jugendliche im Alter von 8 bis 13 Jahren waren eingeladen, sich fünf Tage lang (10. – 14. Juli) unter dem Titel „Kunst kann überall sein – oder?“ mit dem Thema Verwandlung zu beschäftigen. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Im Rapoldipark brachten die TeilnehmerInnen die Brunnenfiguren der drei saligen Frauen zum Sprechen. In Pradl formulierten sie ihre Wünsche für einen kindgerechten Lebensraum. Auf dem Museumsvorplatz nahmen sie die Sphinx an die Leine und stellten der Architektur Fanatsiewesen an die Seite.

Angeleitet und bei ihren kreativen Ideen unterstützt wurden die Mädchen und Buben von der Künstlerin Nicole Weniger, die für ihre Interventionen im öffentlichen Raum bekannt ist, und der Architektin Monika Abendstein, Leiterin von bilding. Gemeinsam gingen sie der Frage nach, was mit Dingen geschieht, wenn man sie aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang reißt bzw. ihre Umgebung durch einen kreativen Eingriff verändert bzw. verfremdet. Anregungen fanden sie bei ihrem Besuch im Ferdinandeum.

Temporäre performative Installationen im öffentlichen Raum

Der Schwerpunkt des Workshops lag auf dem kreativen Arbeiten im öffentlichen Raum. Die TeilnehmerInnen überlegten, wie sie für einen kurzen Zeitraum gestalterisch an einem Ort eingreifen können. Verpackungsmaterial, das aktuell für die Übersiedelung der Kunstbestände der Tiroler Landesmuseen verwenden wird, kam zum Einsatz. Reizvoll war für die Kinder und Jugendlichen, selbst zu PerformerInnen und damit zu einem Teil ihrer künstlerischen Interventionen zu werden. Fantasie- und humorvoll erzählten sie neue Geschichten an drei bekannten Plätzen – im Rapoldipark, in Pradl und vor dem Ferdinandeum.

Für PD Dr. Wolfgang Meighörner, Direktor der Tiroler Landesmuseen, ist die Zusammenarbeit mit bilding eine große Bereicherung: „Unsere Museen werden von außen oft als hermetisch abgeschlossen wahrgenommen. Mit einem Partner, der auf die Thematisierung des Stadtraums spezialisiert ist, können die Tiroler Landesmuseen ihren Wirkungsbereich vergrößern. Mit dem Projekt zeigen wir, dass wir ein offener Ort sind, der zum Diskurs einlädt.“

Mit der Sommer-Kreativwoche verdeutlichen die Projektpartner, dass nicht nur arrivierte Kunst, sondern auch Kunst von Kindern und Jugendlichen ihren Platz in unserer Gesellschaft hat und wichtig für die Mitgestaltung unseres Lebensraums ist.

Im Bild: Temporäre künstlerische Intervention von Kindern und Jugendlichen im Rapoldipark im Rahmen der Sommer-Kreativwoche beim Innsbrucker Ferienzug, in Kooperation mit bilding und den Tiroler Landesmuseen/Foto: bilding

 

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