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Der Berg des Todes wird “deutsch-französische Gedenkstätte”

3 Agosto 2014

Der Berg des Todes wird “deutsch-französische Gedenkstätte”

Im Elsass wird er “Menschenfresser” oder auch “Berg des Todes” genannt, so t-online. Der 956 Meter hohe Hartmannsweilerkopf im Süden der deutsch-französischen Grenzregion war im Ersten Weltkrieg Schauplatz blutiger Schlachten. 
Genau dort soll jetzt hundert Jahre später eine deutsch-französische Gedenkstätte als Symbol für die Aussöhnung entstehen. Den Grundstein dafür haben Bundespräsident Joachim Gauck und der französische Staatschef François Hollande heute (3. August) gelegt.
Die erbitterten Stellungskämpfe am Hartmannsweilerkopf begannen 1915 und dauerten eineinhalb Jahre an. Im Zuge der Angriffe und Gegenangriffe war der Berg im Elsass, das damals zum deutschen Kaiserreich gehörte, abwechselnd unter deutscher und unter französischer Kontrolle. Die Kämpfe waren extrem hart, die Soldaten standen in den Schützengräben, bis zum Knie in einem Sumpf aus Urin, Kot und Leichenteilen. Cholera und Typhus breiteten sich aus. Einen Sieger gab es am Ende nicht.
“Ein riesiger Friedhof”. Inzwischen sind die einstigen Schlachtfelder zwar mit Bäumen bewachsen. Doch noch heute sind zahlreiche Einschüsse von Granaten zu sehen.
“Man muss nur etwas graben und schon findet man Objekte aus den Kriegstagen”, sagte Michel Petitjean, einer von vielen freiwilligen Helfern, die die Stätte pflegen. Nach wie vor kommen am Hartmannsweilerkopf noch Teile von Stacheldraht zum Vorschein, metallene Rohre – oder Knochen toter Soldaten. “Das Ganze ist ein riesiger Friedhof.”
François Hollande ist erst der zweite französische Präsident, der den Toten vom Hartmannswillerkopf, wie der Berg auf elsässisch heißt, die Ehre erweist, nach Präsident Albert Lebrun im Jahr 1932.
Die nun geplante deutsch-französische Gedenkstätte mit einem Geschichts-Parcours soll die bilateralen Beziehungen nachzeichnen – über den Ersten Weltkrieg hinaus. Die Vorarbeiten dafür sind nicht einfach gewesen, denn jedes Land hat die historische Sichtweise des anderen akzeptieren müssen, betont Jean Klinkert vom französischen Komitee, das die Gedenkstätte betreut.
Geplant ist ein “Labor der deutsch-französischen Freundschaft”. Die Eröffnung soll 2017 sein.

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