Neun Wohnplätze im Sozialzentrum Toblach sollen Selbstbestimmung, soziale Teilhabe und gemeinschaftliches Leben fördern. Vier Bewohnerinnen und Bewohner sind bereits eingezogen.
Ein Zuhause ist mehr als nur ein Ort zum Wohnen. Es ist ein Ort, an dem Menschen Beziehungen aufbauen, persönliche Interessen pflegen, Verantwortung übernehmen und Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit entwickeln können. Mit diesem Anspruch hat das Sozialzentrum Toblach sein Angebot für Menschen mit Behinderung erweitert und am 9. November eine neue Wohngemeinschaft eröffnet.
Nachdem vor knapp einem Jahr bereits die neue Werkstatt für Arbeitsbeschäftigung im Sozialzentrum ihren Betrieb aufgenommen hatte, setzt die Bezirksgemeinschaft Pustertal damit einen weiteren wichtigen Schritt zum Ausbau der Betreuungs- und Unterstützungsangebote im Hochpustertal.
Die neue Wohngemeinschaft verfügt über insgesamt neun Wohnplätze und richtet sich an Menschen mit Behinderung, die ihren Alltag bereits weitgehend eigenständig bewältigen können, dabei aber von einer professionellen Begleitung profitieren. Zum Start sind vier Bewohnerinnen und Bewohner in ihr neues Zuhause eingezogen. Hier finden sie nicht nur einen Wohnplatz, sondern auch ein Umfeld, in dem sie ihre Fähigkeiten weiterentwickeln und neue Erfahrungen sammeln können.
„Mit der Wohngemeinschaft schaffen wir einen weiteren Ort, an dem Menschen mit Behinderung ihre Selbstständigkeit stärken, Verantwortung übernehmen und ihren persönlichen Lebensweg aktiv gestalten können“, betont Robert Alexander Steger, Präsident der Bezirksgemeinschaft Pustertal.
Auch Doris Oberparleiter, Leiterin der Einrichtung, freut sich über die Eröffnung. Das Ziel sei es, Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen und ihre Fähigkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein das Wohnen, sondern vor allem die eigenständige Gestaltung des Alltags. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden dabei unterstützt, alltägliche Aufgaben zunehmend selbst zu übernehmen. Dazu gehören das Einkaufen, Kochen, Wäschewaschen und die Planung gemeinsamer Freizeitaktivitäten ebenso wie die Pflege persönlicher Interessen und Hobbys.
Die professionelle Begleitung orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen: Unterstützung wird dort angeboten, wo sie notwendig ist, ohne den Bewohnerinnen und Bewohnern jene Aufgaben abzunehmen, die sie selbst bewältigen können. So sollen vorhandene Kompetenzen gestärkt und neue Fähigkeiten im täglichen Zusammenleben entwickelt werden.
Tagsüber gehen die Bewohnerinnen und Bewohner einer Arbeit oder Beschäftigung nach. Viele besuchen die Werkstatt im Sozialzentrum Toblach, andere nutzen verschiedene Arbeits- und Beschäftigungsangebote. Die Wohngemeinschaft ergänzt somit die bestehenden Tagesangebote und ermöglicht es, die dort erworbenen Fähigkeiten auch im häuslichen Umfeld anzuwenden und weiter auszubauen.
Ein besonderes Plus der Einrichtung ist der großzügige Garten im Innenhof. Er bietet Raum für Begegnungen, gemeinsame Aktivitäten und geselliges Beisammensein, aber auch für Ruhe und Erholung.
Die Wohngemeinschaft ist von Montag um 15 Uhr bis Freitag um 13 Uhr geöffnet. Für die nächtliche Betreuung sorgt ein eigener Nachtdienst, der den Bewohnerinnen und Bewohnern Sicherheit und Unterstützung bietet.
Mit der neuen Wohngemeinschaft setzt die Bezirksgemeinschaft Pustertal ein weiteres Zeichen für Inklusion und soziale Teilhabe im Hochpustertal. Im Mittelpunkt steht ein Wohnangebot, das Menschen mit Behinderung dabei unterstützt, ihren Alltag möglichst selbstbestimmt zu gestalten und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Für die vier ersten Bewohnerinnen und Bewohner beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt. Die Bezirksgemeinschaft wünscht ihnen einen guten Start und viele bereichernde Erfahrungen in ihrem neuen Zuhause.
Informationen: Allgemeine Verwaltung der Bezirksgemeinschaft Pustertal, Tel. 0474 412926, E-Mail: pr@bzgpust.it.