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Das Lächeln, das für berufliche Inklusion sorgt

1 Marzo 2024

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Das Lächeln, das für berufliche Inklusion sorgt

Die Ministerin Alessandra Locatelli, Simone Pantano mit den Mitarbeiter*innen der Sorriso Academy

Die dem Genossenschaftsverband Coopbund angeschlossene Sozialgenossenschaft Sorriso Accademy und der Verein il Sorriso – das Lächeln haben gemeinsam ihren jeweiligen Geburtstag und damit ihren bisherigen Einsatz zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom in der THUN, dem aktuellen Sitz der Genossenschaft, gefeiert.

Sorriso Academy, eine zu Coopbund Alto Adige Südtirol gehörende Sozialgenossenschaft des Typs B, beging heute den zweiten Jahrestag ihres Bestehens, und zwar gemeinsam mit dem Verein il Sorriso -das Lächeln, der mittlerweile bereits auf ein zwanzigjähriges Bestehen zurückblicken kann.

Beide Organisationen haben sich die Betreuung von Personen mit Down-Syndrom und deren Familien auf die Fahnen geschrieben, wobei ihr jeweiliges Wirken eine ideelle zeitliche Kontinuität widerspiegelt: Während sich der Verein nämlich auf die Kinder konzentriert, ist die Genossenschaft dazu da, diese als Jugendliche weiter zu begleiten, indem sie ihnen eine Anstellung und ihnen eine Beschäftigungsmöglichkeit im Rahmen eines Projekts bietet, das auf Aktivitäten zur kognitiven Stimulation, Sportinitiativen und Kunstseminaren basiert.

Die Feier des wichtigen Meilensteins fand in Bozen am Unternehmenssitz der Firma THUN statt, die – getreu der Tradition des sozialen Engagements durch die Arbeit der Lene Thun Stiftung – auch den Sitz der Genossenschaft Sorriso Academy beherbergt.

Mit dabei waren die Ministerin für Behindertenpolitik Alessandra Locatelli, die Vorsitzende von Coopbund Alto Adige Südtirol Monica Devilli sowie Vertreter der lokalen Behörden und zahlreiche geladene Gäste.

„Unsere Freundschaft mit der Sorriso Academy, der wir die Leitung des Bistro Caffè al Volo anvertraut haben, war unmittelbar und natürlich und hat uns dazu gebracht, ein umfassendes und fortlaufendes Projekt des Austauschs und der Gegenseitigkeit zu entwickeln, das in erster Linie für die Kinder, aber auch für uns, die wir jeden Tag das Vergnügen haben, diese Erfahrung zu machen, und nicht zuletzt für die gesamte lokale Gemeinschaft Werte schafft und ‘vernetzt’“ – sagt Simon Thun, Vizepräsident der THUN-LENET Gruppe, und fährt fort: „Wir sind glücklich und dankbar für diese Zusammenarbeit mit der Sorriso Academy, mit der wir wichtige und grundlegende Werte teilen, wie den Respekt und das Wohlbefinden der Person, die wir als Gruppe durch die Arbeit unserer Lene Thun Stiftung fördern wollen. Einmal mehr hat es uns die Fähigkeit, so viele kleine Fertigkeiten ‚in ein System‘ zu packen, im Laufe der Jahre ermöglicht, vielen Kindern, die in der Kinderonkologie behandelt werden, Momente der Freude und des Lächelns zu schenken. Das Gleiche, was wir seit mehr als zwei Jahren jeden Tag von den wunderbaren Jugendlichen der Sorriso Akademie als Geschenk erhalten“.

“Unser Genossenschaftsverband vertritt 80 % der in Südtirol tätigen Sozialgenossenschaften. Derzeit verspüren wir die Notwendigkeit, so schnell wie möglich einen Prozess der Veränderung und Umgestaltung der sozialen Kooperation einzuleiten. Dazu müssen wir Partnerschaften mit profitorientierten Unternehmen ins Leben rufen, genossenschaftliche Netzwerke ausbauen und die Beziehungen zu den jeweiligen Gemeinschaften stärken“, so die Worte von Monica Devilli, der Vorsitzenden von Coopbund Alto Adige Südtirol.

Die Sozialgenossenschaft Sorriso Academy kann – nicht zuletzt auch dank der Arbeit des Vereins – auf eine breit gefächerte Erfahrung mit Menschen mit Down-Syndrom und kognitiven Beeinträchtigungen verweisen. Sie versteht sich als kultureller Bezugspunkt, der über die Arbeit sowie anhand von vielfältigen Kursangeboten, die von der Musik- oder der Kunsttherapie über die kognitive Stimulation bis hin zu Tanz, Theater und Sport reichen, jungen Menschen die Gelegenheit bietet, kreativ tätig zu sein, zu lernen, sich auszutauschen und zu sozialisieren.

„Jugendliche mit Down-Syndrom und alle Menschen mit kognitiven Behinderungen brauchen ständige Anreize, um ihre expressiven, sozialen und künstlerischen Fähigkeiten voll zum Ausdruck zu bringen“, sagt Simone Pantano, der Präsident der Genossenschaft, und fügt hinzu: „Die Vereinigung, die heute ihr 20-jähriges Bestehen feiert, entstand auch dank der Entschlossenheit und des Engagements einiger Mütter von Kindern mit Down-Syndrom mit dem Ziel, ein integratives Umfeld für ihre Kinder zu schaffen, in dem die Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern auch geschätzt wird“.

Pantano äußert sich auch zu dem Umstand, dass es oft nicht leicht ist, den Institutionen klar zu machen, wie wertvoll die geleistete Arbeit ist ­– nicht nur für jene Familien, deren Kinder besonderen Schwierigkeiten ausgesetzt sind, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes:

„Im Moment müssten wir unsere Aktivitäten ausweiten, um die vielen neuen Anträge zu sammeln”, fährt Pantano fort, “und dazu müssen wir die lokalen Behörden einbeziehen, da das Projekt bisher nur von privaten Initiativen getragen wird“.

Die Ministerin für Behindertenpolitik Alessandra Locatelli gratulierte zur bisherigen Leistung und übermittelte eine Botschaft des überzeugten Interesses sowie einen Aufruf, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, um weiterhin zu wachsen.

Nach einer Rückschau auf die Ergebnisse dieser ersten beiden Jahre und einem Ausblick auf die für das seit kurzem begonnene neue Jahr angepeilten Ziele zeigte Simone Pantano ein von einigen jungen Filmemachern der ZeLIG Film School for Documentary, Television and New Media eigens für die Sorriso Academy gedrehtes, kurzes Video.

Abschließend lud das junge Team vom Bistro Caffè al Volo die Gäste zu einem selbst vorbereiteten und servierten Aperitif ein.

Im Bild: Manuela Paulmichl – Rosmarie Pamer – Monica Devilli – Michela Morandini