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Mehr Mitsprache der Generation 60 + durch Seniorenbeiräte in den Gemeinden

26 Maggio 2023

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Mehr Mitsprache der Generation 60 + durch Seniorenbeiräte in den Gemeinden

Bei der jüngsten Sitzung der SVP-Generation 60+ unter dem Vorsitz von Otto von Dellemann standen einmal mehr die Seniorenbeiräte in den Gemeinden im Mittelpunkt. Der Vorsitzende von Dellemann informierte über die kürzlich genehmigte Mustergeschäftsordnung für die Seniorenbeiräte und die Seniorenlandesrätin Waltraud Deeg berichtete über aktuelle Pflegeleistungen in Südtirol.   Mit dabei waren auch die beiden Bozner Landtagskandidaten Helmut Renzler und die Chefin des Theater Cafés Annemarie Markart.
„Das Gesetz zum Aktiven Altern sieht die Einsetzung eines Seniorenbeirates in allen Gemeinden vor. Ein Seniorenbeirat hat die Aufgabe, Ansprechpartner für die politische Gremien zu sein und die Interessen der Seniorinnen und Senioren zu stärken. Die Genehmigung der Mustergeschäftsordnung durch die Landesregierung ist ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung,“ betont der Vorsitzende Otto von Dellemann in seinem politischen Bericht und dankte der Senioren-Landesrätin Waltraud Deeg für ihren Einsatz. „Mit der Einrichtung der Seniorenbeiräte in allen Gemeinden wird die Unterstützung und Mitsprache der älteren Generation nun endlich konkret“, freut sich von Dellemann.
Weiters wurde im Gremium wiederum das Thema Altersdiskriminierung in den Fokus gestellt. „Leider werden an uns sehr viele Fälle von Altersdiskriminierung herangetragen- sei es am Arbeitsplatz, im Versicherungsbereich, bei Kreditgewährungen oder anderen alltäglichen Angelegenheiten. Wir werden nicht locker lassen und mit ganzer Kraft gegen diese Diskriminierungen und Missstände arbeiten“, so von Dellemann.
Landesrätin Waltraud Deeg informierte die Mitglieder der SVP-Generation 60+ über die Leistungen und Dienste, die das Land Südtirol für die Seniorinnen und Senioren, vor allem für jene, die Pflege benötigen, anbieten. Im Jahr 2022 wurden über 258.000 Stunden in der Hauspflege geleistet, vor allem Seniorinnen und Senioren haben dabei Leistungen wie Körperpflege, Fußpflege oder Haarwäsche in Anspruch genommen. Eine wichtige Leistung für die ältere Generation ist auch das Pflegegeld, das 2008 eingeführt wurde: „Über 245 Millionen Euro wurden im Vorjahr an über 15.000 Menschen überwiesen. Damit wurde vor allem auch die Pflege zu Hause unterstützt, weil viele der Pflegegeldempfängerinnen und -empfänger gehören der ersten und zweiten Pflegestufe an“, informierte Landesrätin Deeg. Sie erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die Möglichkeit, die Zeiten, die für die Pflege von pflegebedürftigen Familienangehörigen aufgewendet wird, rentenmäßig abzusichern, die Region unterstütze dies mit Beiträgen. Zu diesem Thema und zu den Pflegeleistungen allgemein hat Landesrätin Deeg vor Kurzem gemeinsam mit dem Direktor des Amtes für Pflegeeinstufung, Alberto Zendrini, und ASWE-Mitarbeiterin Elisabeth Brichta die Informationsveranstaltung „Pflege ist MehrWert“ gestaltet. Das Video dazu sowie weitere Informationen sind unter www.provinz.bz.it/pflege abrufbar.
In der Sitzung wurden auch die anstehenden Landtagswahlen im Herbst thematisiert. Gemeinsam wolle man den erfolgreichen Kurs fortsetzen und dafür arbeiten, dass Südtirol ein Land bleibe, in dem sich alle Generationen gegenseitig unterstützen, die Errungenschaften der älteren Generationen wertgeschätzt werden und wo auch die zukünftigen Generationen gut und gerne leben.  Im Wahlkampf werde man jene Kandidaten und Kandidatinnen unterstützen, welche sich in besonderer Weise für die Anliegen der älteren Generationen einsetzen, so die Mitglieder des Gremiums.

Im Bild: Otto von Dellemann, Paula Bacher, Maria Messner, Annemarie Markart, Edy Profanter, Helmuth Renzler, Anton Puner, Waltraud Deeg, Johann Gasser und Karl Bachmann