Stellungnahme zu den Äußerungen von Madeleine Rohrer „Alter Wein in neuen Schläuchen“

Liebe Madeleine,

alter Wein ist ja bekanntlich nicht schlecht, aber zumindest sollte er rein sein, bevor er eingeschenkt wird. Wir versuchen es:

Dass bei den Grünen besonders im Wahlkampf sehr gerne Emotionen vor Fakten kommen, und auch mal das „Schubladendenken“ zum Tragen kommt ist nichts Neues – vor allem wenn es gegen die Bauern-Flaschen geht. Aber halb so schlimm.

Langsam wird der Tropfen der Nachhaltigkeit und Biodiversität fad und abgedroschen, denn wir sehen tagtäglich, welch große Artenvielfalt in unseren Anlagen vorherrscht. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns besuchen kommen würden, dann zeigen wir es Ihnen vor Ort. Sie werden es nicht glauben, aber wir meinen es ernst; die Einladung steht, abschließend verkosten wir auch einen guten Eigenbauwein, gerne auch Bio!

Wasser predigen und Wein trinken, das können Sie beim Schutz der landwirtschaftlichen Kulturflächen nicht verleugnen. Zwar wird öffentlich oft und gerne der besondere Wert von landwirtschaftlichem Grün hervorgehoben, um im gleichen Moment große Projekte, wie den Bahnhof Sinich samt Zufahrtsstraße, die genau auf jenen wertvollen landwirtschaftlichen Flächen wie den Untermaiser Auen geplant sind, die die Grünen ja schützen möchten. Gleiches gilt übrigens auch für das Biomasse-Heizwerk, welches jetzt protzig aus dem Meraner Talkessel hervorragt.

Wie oft haben wir versucht mit Ihnen, liebe Madeleine, einen gemeinsamen Nenner in Sachen Landschaftsplan zu finden, zahlreiche Einwände in Sachen Verkehrsplan wurden gemacht, alles wurde ignoriert, das ist für Sie „Politik mit Bäuerinnen und Bauern“. Es kann also nur besser werden. Die Wander- bzw. Waalwege, die zum Teil über private Grundstücke führen, haben Sie als Stadträtin für Mobilität in den verschiedensten Plänen eintragen lassen, und dann andere vorgeschickt mit uns zu sprechen. Bürgerinnen- und Bürgernähe stellen wir uns ein wenig anders vor.

Abschließend eine Bitte noch: Wir sind keine Lobbyisten, wir sind drei junge Meraner Bauern, die in Meran nur eines anstreben, eine faire Behandlung, gleichzeitig mehr Akzeptanz in der Gesellschaft und ein gutes Miteinander mit allen Bürgerinnen und Bürgern. Dafür müssen wir uns sehr oft heftig ins Zeug legen, denn unsere Werkstatt ist die Natur und deshalb glauben Sie uns, die bäuerlichen Familien haben sich längst schon auf den Weg der Nachhaltigkeit begeben – überzeugen Sie sich, wie bereits geschrieben: die Einladung steht und der Wein ist bereits gekühlt!

Mit nachhaltigen und lieben Grüßen

Im Bild: Christoph Mitterhofer, Michael Höller und Michael Waldner

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