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Pegidas Franchise-Pläne

23 Gennaio 2015

Pegidas Franchise-Pläne

Pegida, vor nur drei Monaten von einem Grüppchen wütender Dresdner ins Leben gerufen, ist mittlerweile weltweit ein Begriff. Was für eine Entwicklung. Pegida will also eine Art Franchise-Unternehmen für Frustbürger werden.

War’s das mit Pegida? Nach dem Rücktritt von Mitbegründer Lutz Bachmann werden die ersten Abgesänge auf die islamkritische Bewegung angestimmt.

Der Streit mit Legida, der Rücktritt von Lutz Bachmann und bundesweit immer weniger Demonstranten haben Pegida geschadet, so gmx.net. Dabei versucht die Bewegung gerade, aus der rechten Ecke herauszukommen. Die Mischung aus Wutbürgern, Konservativen und Ausländerfeinden geht jetzt in die nächste Phase.

Es geht um die Frage, “wer tatsächlich für Pegida als system- und politikerkritische Bewegung stehen darf”, Legida ist mit seinen zum Teil rechtsextremistischen Forderungen von Anfang an klar rechter als Pegida. Und nachdem die Dresdner Organisatoren nun anscheinend versuchen, gegen ihr Bild als islamfeindliche und xenophobe Faschistengruppe anzugehen, sieht man ganz besonders rechtsgerichtete Bewegungen wie Legida mit großer Sorge.”

Es geht also um die Deutungshoheit innerhalb der Protestbewegung. Zwar haben sich zuletzt in immer mehr Städten Pegida-Ableger gebildet. Doch Zulauf hatten sie zuletzt nur noch in Dresden.

Wer demonstriert mit Pegida? Der Protestforscher Dieter Rucht sieht die Pegida-Bewegung auf den absteigenden Ast. “Wir haben den Höhepunkt von Pegida gesehen und er ist vielleicht schon überschritten. Pegida wird sukzessive an Zulauf verlieren”, so sagte der Forscher vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) Berlin.

Es lässt sich ebenfalls feststellen, dass Pegida männerdominiert ist, meist aus Angestellten mit guter Bildung besteht, kein Vertrauen in staatliche Institutionen hat der AfD allerdings zugeneigt ist und teilweise rechtspopulistischen bis zu rechtsextremen Thesen anhängt.

Es ist klar, dass auch “Rechtsradikale und Rechtsextremisten” bei Demos mitmarschierten. “Nach meiner Beurteilung sind die meisten aber normale Leute – wenngleich ziemlich weit rechts von der Mitte.”

Der Rücktritt Bachmanns könnte die gemäßigten Demonstranten sogar stärken. “Im Grunde werden viele erleichtert sein, dass sie sich nun nicht mehr mit der peinlichen Biografie Bachmanns und seinen unerträglichen Äußerungen im Internet auseinandersetzen müssen. Es wäre also Wunschdenken, zu erwarten, dass sich mit dem Rückzug nun auch Pegida auflösen würde.”

Erst bei einer neuen Demo wird sich zeigen, ob der Rücktritt von Bachmann und der Streit zwischen Pegida und dem Leipziger Ableger Legida tatsächlich auf das Ende hinweisen – oder sich der Versuch, ein gemäßigteres Image zuzulegen, am Ende doch Früchte trägt.

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