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Schottland ist Vorbild für Europa und Südtirol

18 Settembre 2014

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Schottland ist Vorbild für Europa und Südtirol

Die Freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair fordert die SVP auf, in Rom Druck auszuüben. Die Möglichkeit, ein Referendum in Schottland abhalten zu können, ist das Ergebnis einer klaren Politik gegenüber der Zentralregierung in London. Lippenbekenntnisse und parteipolitische Packteleien in Rom bringen keinen Nutzen für Südtirol, sondern nur ein entschlossener Einsatz für die Zukunft unseres Landes.

„Wir fordern die SVP auf, aus ihren Worten Ernst zu machen und den schottischen Weg einzuschlagen“, erklärt einleitend die Freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair. „Großbritannien hat in keiner Weise den Schotten freiwillig die Möglichkeit zur Entscheidung über die Eigenständigkeit eingeräumt. Nur auf jahrelangen Druck der Schotten, die ihr eigenes Schicksal in die Hände genommen haben, kam es heute zu diesem historischen Tag für ganz Europa. Gleiches gilt übrigens auch für die Südtirol-Autonomie: Diese wurde in harter Auseinandersetzung errungen und uns nicht auf dem Silbertablett oder per Verfassung geschenkt“, hebt Mair hervor.

„Die SVP hat die Pflicht, gegenüber Rom die Weichen für eine eigenständige Zukunft Südtirols zu stellen“, unterstreicht die Freiheitliche Landtagsabgeordnete. „In erster Linie ist natürlich die Südtiroler Bevölkerung selbst gefragt. Diese SVP ist heute träge, lustlos und orientierungslos. Es liegt an der Bevölkerung, sich klar und deutlich für eine sichere Zukunft ohne Italien auszusprechen und die SVP zu einer echten Südtirol-Politik zu drängen. Italien wird Südtirol das Selbstbestimmungsrecht aus eigener Initiative erst dann zugestehen, wenn der nötige Druck aus der Bevölkerung und der Politik vorhanden ist, so wie es in Schottland der Fall ist. Und während Katalonien am 9. November den entsprechenden Druck mittels Volksabstimmung erzeugen wird, verschläft die SVP die europäische Entwicklung, ist unvorbereitet und erfindet reihenweise Ausreden, um das eigene Versagen in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu verschleiern“, unterstreicht Mair.

„Allein schon die Tatsache, dass in Schottland das Selbstbestimmungsreferendum abgehalten wird, brachte dem Land auch im Falle eines „No“ das Versprechen aus London für weitgehende autonome Befugnisse ein. Selbst mit einem mehrheitlichen Nein zur Selbstständigkeit Schottlands würde das ein Mehr an Autonomie einbringen, was belegt, dass die SVP mit ihrer Strategie Autonomie ODER Selbstbestimmung Schiffbruch erlitten hat. Zudem ist es beschämend für Südtirol, wenn andere Regionen frei über ihre Zukunft abstimmen dürfen und die so genannte Modellregion Südtirol nicht“, betont die Freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair.

„Der Ball liegt nun bei der SVP“, erläutert abschließend Mair, „die nach einem Treffen mit der schottischen Regierungspartei Scottish National Party (SNP) im Parlament in Edinburgh zu folgendem Resümee kam: „Die Schotten wollen zwar weg von London, möchten aber die Königin, das britische Pfund und sogar die gemeinsame Armee behalten. Dieses Modell entspricht in den Grundzügen der von der SVP gewollten Vollautonomie.“ Nun müssen den Worten Taten folgen im Sinne unseres Landes, so wie dies in Schottland geschehen ist. Hat die SVP etwa Angst vor einem schottischen Weg, weil man sich längerfristig Italien und italienischen Parteien verpflichtet hat?“ fragt Mair abschließend.

 

 

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