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Neue Substanzen in Drogen „Labor gibt Warnungen nach Rom weiter“

4 Settembre 2014

Neue Substanzen in Drogen „Labor gibt Warnungen nach Rom weiter“

Allein in den Monaten Juli und August hat das Labor für die Analyse von Betäubungsmitteln der Carabinieri in Leifers drei Warnungen nach Rom weitergeleitet, so südtirolnews.
In Drogenproben wurden zwei neue Substanzen entdeckt. Außerdem beschlagnahmten die Carabinieri etwas bisher in Südtirol Ungewöhnliches: Marihuana-Creme. Auch dieser Fund wurde der Drogenbekämpfungsabteilung des Innenministeriums gemeldet.
So wurde etwa Metorphan in einer Heroinprobe entdeckt. Diese Substanz wirkt auf das Nervensystem. Das Medikament wurde früher in Spitälern eingesetzt, mittlerweile wurde der Gebrauch aber eingestellt, da sich die Substanz als sehr gefährlich erwies.
Glücklicherweise konnte der Dealer gefasst werden, bevor er das Suchtgift auf dem Südtiroler Markt verkaufen konnte. Im Nonstal im Trentino ist erst im August ein junger Mann nach dem Konsum von Heroin, das mit dem Medikament versetzt war, gestorben.
Ebenfalls gefährlich hätte es für Kokain-Konsumenten werden können. Im Sommer stellte das Drogenlabor in einer Dosis Aminophenazon fest. Für den Konsumenten kann diese Substanz ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Auch in diesem Fall griffen die Ordnungshüter rechtzeitig ein.

Generell werden die auf dem Schwarzmarkt angebotenen Drogen mit allen erdenklichen Stoffen verschnitten, um sie zu strecken, aber auch um den Konsumenten eine bessere Qualität vorzugaukeln.
Das Labor in Leifers untersucht alle in der Region Trentino-Südtirol gefundenen Drogen auf ihren Wirkstoffgehalt hin und nimmt die Inhaltsstoffe mit einem Gaschromatographen unter die Lupe.
Allein im laufenden Jahr gingen 705 Aufträge ein und in der Folge wurden 7.000 Analysen durchgeführt. Insgesamt gingen in diesem Jahr 617 Kilogramm Drogen ein. Davon 540 Kilogramm Marihuana, 53 Kilogramm Haschisch, knapp zwei Kilogramm Kokain, 2,3 Kilogramm Heroin und 1,2 Kilogramm Amphetamine und Ecstasy. Der Rest betrifft halluzinogene Drogen wie LSD.

Eine Warnung ans römische Innenministerium wird ausgegeben, wenn besonders reines Rauschmittel auf dem Markt ist, wenn das Suchtgift mit gefährlichen Stoffen verschnitten ist oder wenn neue Drogen festgestellt werdenIn diesem Jahr gab es bereits elf Warnungen aus dem Drogenlabor in Leifers.
Haschisch und Marihuana werden ebenfalls oft mit synthetischen Substanzen vermischt.
 Auch erfahrene Konsumenten bemerken oft nicht den Unterschied zu reinen pflanzlichen Drogen. Erst kürzlich musste ein 70-Jähriger Konsument mit reichhaltigem Erfahrungsschatz in diesen Dingen in ein Krankenhaus gebracht werden, weil er nach dem Konsum von synthetischem Marihuana schlecht geworden war, hieß es auf einer Pressekonferenz.
Schon nach dem ersten Joint, den er von einem Lkw-Fahrer aus Holland gekauft hatte, wurde ihm übel. In der Hoffnung, dass es nach einer weiteren Dosis wieder besser wird, zündete er sich einen zweiten Joint an und musste schließlich von seiner Frau ins Krankenhaus gebracht werden.

Über den Einfallsreichtum mancher Drogenkonsumenten kommen die Beamten des Labors in Leifers auch oft ins Schmunzeln. So wurde erst im Sommer eine selbstgemachte Marihuana-Creme beschlagnahmt. Es handelte sich dabei um Vaseline vermischt mit Marihuana.
Die Probe enthielt den Wirkstoff THC, weshalb es auch als illegales Rauschmittel gehandhabt wird. Was der Konsument damit vorhatte, ist allerdings nicht bekannt. Vermutlich wollte er eine spezielle Kur machen.

Die Aufgaben des Drogenlabors der Carabinieri in Leifers umfassen neben der Analyse beschlagnahmter Substanzen auch die präventive Information von Eltern und Schülern in den Bildungseinrichtungen des Landes.
Bedenkliches gibt es aber auch hier zu berichten, so hieß es auf der Pressekonferenz. Das Einstiegsalter für leichte Drogen ist in den letzten Jahren merklich gesunken. Bereits im Mittelschulalter kommen Heranwachsende mit Rauschmitteln aller Art in Kontakt. Ihnen fällt es naturgemäß schwer, zwischen echtem Marihuana und Haschisch und den synthetischen Produkten zu unterscheiden. Am Rande dieser Pressekonferenz wurde auch bekannt, dass sich in Trient eine Mittelschülerin für Cannabis prostituiert haben soll.

Werden die beschlagnahmten Drogenmengen im Labor nicht mehr für weitere Analysen benötigt, transportieren die Beamten sie in den Müllverbrennungsofen, wo sie vernichtet werden.

Dies sei möglich, weil die Anlage mit den nötigen Filtern ausgestattet ist. Dass die Anwohner in Bozen Süd unter Drogeneinfluss geraten könnten, ist somit ausgeschlossen, erklärten die Carabinieri.

 

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