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Sigmar Stocker „Südtirol erlebt einen autonomiepolitischen Krieg“

20 Agosto 2014

Sigmar Stocker „Südtirol erlebt einen autonomiepolitischen Krieg“

Das “Mailänder Abkommen, Bersani-Abkommen, Bozner Memorandum oder das Renzi-Treffen auf Schloss Prösels beweisen ständig aufs Neue, dass Italien uns Südtiroler nicht ernst nehmen und uns ohne mit der Wimper zu zucken jederzeit unsere Autonomie aushöhlen und Verträge brechen, so südtirolnews.
Die Situation in Südtirol war lange nicht mehr so dramatisch, wie heute, und es stellt sich nun heraus, dass wir durch Pakteleien mit Rom nicht mehr weiterkommen. Die ständige Rechtsunsicherheit, die finanziellen Beschneidungen und die Eingriffe in unsere Kompetenzen sind längst nicht mehr tragbar. Was wir heute erleben, ist ein autonomiepolitischer Krieg, bei dem Zweckoptimismus und Durchhalteparolen sicher nicht mehr ausreichen werden, sondern nur konsequente Schritte, “ so schrieb der freiheitliche Landtagsabgeordnete, Sigmar Stocker, in einer Presseaussendung.
Die Mehrheitspartei befindet sich durch den Pakt mit dem PD in einer Abhängigkeit, aus der sie nicht mehr herauskommt. Wären die selben Angriffe durch eine Regierung Berlusconi geschehen, hätte man bestimmt anders aufgeschrien. Es ist deshalb mehr denn je notwendig, gemeinsam mit allen Parteien und allen Sprachgruppen an einem Plan B zu arbeiten, so Stocker.
Rom nimmt uns nicht ernst, weil diese politische Führung nicht mehr kämpft und sich zahnlos zeigt. Es ist mehr denn je an der Zeit, dass man gegenüber Rom einen anderen Weg einschlägt. Nur wenn die politische Führung der Südtiroler bereit ist, die Krallen zu zeigen und mit einer Loslösung Südtirols von Italien droht, macht man auch Italien den Ernst der Lage bewusst.
Die italienische Regierung weiß derzeit:
Egal, was man mit den Südtirolern macht, zu Konsequenzen kommt es ja doch nie. Die politische Führung der Südtiroler ist aufgefordert, endlich konkrete Schritte zu unternehmen, wie sie Schottland und Katalonien einschlagen. Während Venezien den Kampf mit dem Zentralstaat ernsthaft aufnimmt und auf seine Unabhängigkeit besteht, macht Südtirol eine blasse Figur. Venezien wird im Gegensatz zu Südtirol auch ernst genommen und Ministerpräsident Renzi sieht sich gezwungen, auf die venezianischen Unabhängigeitsbestrebungen zu reagieren. Egal, wie die Vorstöße und Abstimmungen in Schottland, Katalonien und Venezien letztlich ausgehen: Sie beweisen, dass nur die Eigenständigkeit längerfristige Sicherheit bietet und man auch endlich Konsequenzen ziehen muss. Es ist an der Zeit, dass wir in Südtirol parteiübergreifend und sprachgruppenübergreifend Schritte in Richtung Eigenständigkeit und Unabhängigkeit unternehmen. Das, was wir heute erleben sind absolut untragbare Zustände, die bleiben werden, solange wir Teil dieses Staates sind, “ so Stocker.

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