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PD-Landwirtschaftspolitik „Noggler gegen Strategie von Di Fede“

18 Agosto 2014

PD-Landwirtschaftspolitik „Noggler gegen Strategie von Di Fede“

„Dass der Südtiroler Ableger des Partito Democratico in der Malser Volksabstimmung einen Anstoß dafür sieht, um über neue Strategien in der Landwirtschaft nachzudenken, ist ein zweifelhafter Schritt“, so sagte der SVP-Regionalassessor Josef Noggler.
Die Südtiroler PD-Chefin Liliana Di Fede nutzt offensichtlich die Volksabstimmung in Mals, um ihre Partei als besonders ökologisch zu positionieren, so südtirolnews. Jedoch widerspricht sie damit vollinhaltlich der Strategie ihrer gesamtstaatlichen Partei. „Unter der PD-Regierung hat Italien mit großer Begeisterung alle Schritte gesetzt, um zu den Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada zu kommen, vor allem auch im Bereich Landwirtschaft. Die Philosophie der darin enthaltenen Landwirtschaftspolitik geht klar in Richtung einer starken Industrialisierung. Hormonfleisch, Chlorhühnchen und Genmais: Das sind die Begriffe der industrialisierten Landwirtschaft, die der PD auf höchster Ebene mitträgt“, so berichtete Noggler.
Es ist Unsinn, wenn sich der lokale PD auf Gemeindeebene „auf die integrierte Landwirtschaft einschießt, während die Führungsebene in Rom und Brüssel den Agrarkonzernen den roten Teppich auslegt.“
Überdies sind für Mals „Zurufe von außen nicht gerade fruchtbringend, wo bereits eine Dorfgemeinschaft gespalten ist.“ Die Gemeinde wird auf eine harte Probe gestellt, „weil über ein Thema abgestimmt wird, in der eine Mehrheit über die wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeit einer Minderheit abstimmt“, so meinte Noggler. Auf Gemeindeebene liegen hier die verschiedenen Interessen viel zu nahe, „weshalb sich schnell persönliche Konflikte entzünden“. Es ist in Mals leider gelungen, dass die Bevölkerung „gegeneinander abstimmt, vor allem, da laut dem Informationsheft der Gemeinde das Abstimmungsergebnis bindend“ ist fügt Noggler noch hinzu.
Die PD-Vorsitzende muss, laut Noggler, als Bürgermeisterin eigentlich wissen, wie wenig in solchen Phasen Zurufe von außen nützen. „Ich selbst bin überzeugt, dass diese Fragen nicht auf Gemeindeebene vernünftig zu lösen sind. Bevor Liliana Di Fede ihren Überzeugungen aber in Mals Luft verschaffen will, sollte sie diese am besten zuvor in ihrer eigenen Gemeinde durchsetzen. Als Leiferer Bürgermeisterin hätte sie ohne weiteres die Möglichkeit, mit dem Thema Pflanzenschutzmittel einen solchen Konflikt vom Zaun zu brechen, wie er derzeit in Mals herrscht“, erklärte Noggler abschließend.

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