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Kunst bei Konrad Laimer

30 Agosto 2014

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Kunst bei Konrad Laimer

Am vergangenen Samstag, 23. August 2014 wurde in der Posthaus Schmuckwerkstatt des Konrad Laimer in Naturns eine interessante Kunstausstellungeröffnet. Nord und Süd, daher wohl auch zweiKünstler aus verschiedenen Gebieten, Susanne Holzinger und Stefano Marchetti, die sich gerade beim Kulturgenossen Laimer finden. Eine sehr sehenswerte Ausstellung, welche noch bis zum 13. September in der Posthaus Schmuckwerkstatt, Gerberweg, 13 Naturns geöffnet sein wird.

Benno Simma hatäußerst passende Worte zumkünstlerischen Vorhaben gefunden, welche wir hierveröffentlichen.

Ich kann jedes Mal nur mit Begeisterung die Einladung Konrad Laimers – die Seele und der gute Geist des CA Claudia Augusta Projektes – annehmen, wenn es darum geht, Handwerk und Kunst aus Nord und Süd zusammen zu präsentieren und damit in den Köpfen und Bäuchen der Betrachter und Besucher zusammenzuführen. Und wenn ich auch nicht direkt vom Schmuckfach bin, fühle ich mich doch geehrt und damit berechtigt, über die Kunst und Werk und das uns versteckte Denken kunstfertiger Hände zu sprechen. Ich gebe ihnen also meinen ganz persönlichen Eindruck zum Thema mit auf diesen Ausstellungsbesuch, das inzwischen stolze fünfte NOCTURNUM.

Nun zur Präsentation.

Die Frau aus dem Norden zuerst. Werk und Material von Susanne Holziger sind ganz packend und erstaunlich zugleich wegen der einfachen – scheinbar unedlen Art – ihrer Zusammensetzung. Der Grundstoff allen Tuns ist die Zellulose als Ausgangsmaterie des Schaffens. Die Beschaffenheit, Leichtigkeit und Farbe des Papiers, der Ursprungszustand des gewachsenen und konsolidierten Pflanzlichen.

Doch auch die bescheidene Stärke des Stahls in seiner ursprünglichen Form des feinen Drahtes, oft im Quadrat von zwei auf drei Dimensionen erweitert. Oder die des feines Papierstaubs, aus dem – wie von winzigen Insekten oder Vögeln zusammengetragen – ein winziger faszinierender Nestschmuck entsteht. Dabei hatte Susanne Holziger ja eine Ausbildung als Silberschmiedin genossen, konnte dabei aber doch nicht umhin, der Faszination der Einfachheit zu unterliegen und sich auf die Suche nach den Entstehungsgründen von Strukturen, Materialien und deren Transformation zu begeben. Der Trick der Dame besteht also darin – ich hoffe sie verzeihen meine Prosa – aus scheinbar Simplem hohes Edles zu schaffen, und das ist ihr mit den Werken, die wir hier sehen können, voll und ganz gelungen.

Nun zum Mann aus dem Süden. Stefano Marchetti kommt aus der gelebten Erfahrung des Goldschmiedehandwerks der Padoaner Schule, geht aber weit und radikal über diese Anfangserfahrungen hinaus und taucht sein Werk auf der einen in die solide Geschichte den venezianisch-byzantinischen Edelhandwerks und auf der anderen in die schlichte und elegante Einfachheit der heutigen Zeit ein. Das Gold, meist in Blattform, bleibt meistens die edle Basis für die schlichten und ursprünglichen Formen Stefano Marchettis. Ausgangspunkt sind untrer anderem wohl auch die einfachen Körper der Geometrie, diese sind aber nie in reiner und regelmässiger Form kalt und anonym nachgezeichnet, sondern erhalten durch die fähige, denkende Hand eine ganz persönliche Oberfläche mit einer ganz eigenen und originellen Handschrift. Zylinder, Kreise, Kugeln, Würfelskelette mit eingefassten Naturformen wie Blätter, Stäbe und Reliefflächen – allesamt mit feinen Oberflächenzeichnungen veredelt – werden zu eleganten und edlen Objekten der Körperzier.

Ich hoffe, damit genügend Neugier in ihnen erregt zu haben um ihnen auch noch eine strikt persönliche Sicht der Dinge zu überlassen. Ich wünsche einen guten Ausstellungsbesuch.

Foto: Stefano Marchetti, Susanne Holzinger und Konrad Laimer

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