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Hunger-Renten in Südtirol „Altersarmut weiter im Gespräch“

15 Agosto 2014

Hunger-Renten in Südtirol „Altersarmut weiter im Gespräch“

Bei weitem mehr Frauen als Männer müssen mit Hunger-Renten leben, so die Tageszeitung. Rund 37.000 Südtirolerinnen bezogen im Jahr 2012 eine monatliche Rente von unter 1.000 Euro.
Wie bei den Gehältern gibt es in Südtirol auch bei den Renten sehr große Unterschiede. Die einen müssen in ihrem verdienten Ruhestand mit einer Hunger-Rente auskommen, die anderen genießen auch noch in fortgeschrittenem Alter ihren Wohlstand.
Fakt ist: 12.055 Südtiroler leben mit einer monatlichen Rente von unter 500 Euro. 42.321 weitere erhalten pro Monat zwischen 500 und 1.000 Euro. Und das bei insgesamt 127.388 Rentenempfängern in Südtirol. Es ist also kein Wunder, dass immer öfter auch hierzulande vor der zunehmenden Altersarmut gewarnt wird oder auch auf die schon bestehende Altersarmut hingewiesen wird.
Die von der Landesregierung beschlossene Aufstockung der Mindestrenten über die Wohnnebenkosten ist zumindest ein erster Ansatz zur Problemlösung.
Von den Hunger-Renten am meisten betroffen sind ohne Zweifel die Frauen. Wie aus einer aktuellen ASTAT-Statistik über die Rentensituation im Jahr 2012 hervorgeht, erhält mehr als die Hälfte (54,2 Prozent) der Südtiroler Rentnerinnen weniger als 1.000 Euro im Monat. Das sind knapp 37.000 Personen.
Unter den Männern müssen nur rund 30 Prozent (17.500) mit einer Rente in einem dreistelligen Bereich leben. Ungefähr genauso viele kassieren über 2.000 Euro. Nur 8.235 Frauen beziehen mehr als 2.000 Euro und können sich daher zumindest als relativ reiche Rentnerinnen bezeichnen (siehe auch Grafik).
Das mediane Jahres-Renteneinkommen liegt bei den Männern bei 18.068 Euro, bei den Frauen nur bei 10.943 Euro.
Der Grund für die großen Unterschiede ist vor allem, dass Frauen sehr häufig aus Familiengründen aus dem Arbeitsleben aussteigen. Das macht sich im Alter schließlich bemerkbar. Heute setzen viele Frauen auf Teilzeit, was die Höhe der späteren Rente bei weitem nicht so sehr beschneidet wie ein Komplettausstieg. Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist relevanter denn je.

Die Bozner kassieren, unabhängig vom Geschlecht, mit Abstand die höchsten Renten. Das mediane Renteneinkommen im gesamten Bezirk beläuft sich auf beachtliche 17.600 Euro. Die Wipptaler, Eisacktaler, Burggräfler, Pusterer sowie die Überetscher und Unterlandler beziehen eine mediane Rente zwischen 13.100 und 13.900 Euro.

Die vergleichsweise ärmsten Rentner leben in den Bezirken Salten-Schlern (11.844 Euro) und Vinschgau mit 11.485 Euro.

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