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Erlebnishaus Bozen ein schöner Schein? „Oje-Effekt statt Aha-Effekt“

7 Agosto 2014

Erlebnishaus Bozen ein schöner Schein? „Oje-Effekt statt Aha-Effekt“

Die Sätze könnten einem Rosamunde-Pilcher-Roman entliehen sein, so schreibt die Tageszeitung.
Das Erlebnishaus ist ein „Maßanzug für Bozen“. Von einer „maßvollen Kubatur“ ist die Rede, die in Balance steht mit dem „Geschäftsbouquet der gewachsenen Stadt“. Die „Muskulatur des Erlebnishauses“ wird sich in das vorhandene Straßen- und Wegenetz einfügen. Und der „derzeit vernachlässigte Bahnhofspark“ (den viele Laubenkaufleute schon seit Jahrzehnten nicht mehr betreten haben) soll erhalten und revitalisiert werden, als eine Art „grüner Schwamm und städtische Lunge“.
So steht es jetzt schwarz auf weiß im Prospekt der Gruppe Erlebnishaus Südtirol.
Doch mit dem Erlebnishaus-Projekt ist es wie mit Pilcher-Romanen. Die Wirklichkeit ist meist nicht so schön und so schnulzig.
Die Tageszeitung enthüllt in ihrer Print-Ausgabe von heute, wie das Erlebnishaus-Projekt der Gruppe um Georg Oberrauch aussehen wird. Es ist ein Oje-Effekt statt Aha-Effekt.
René Benko hat die meisten Immobilien rund um das Großkaufhaus-Areal längst schon gekauft bzw. diese sich mittels Vorverträgen bereits so gut wie gesichert. So schön der „Maßanzug“ von Boris Podrecca auch sein wird, Bozen bekommt kein neues Gesicht, auch kein neues Viertel.
Der Wiener Stararchitekt muss seinen „Flügel“, notgedrungen, zwischen die Benko-Immobilien hineinstellen.
Es entsteht kein neues Viertel, sondern ein Großkaufhaus mit einer Schmuddel-Fassade. Vom Bahnhof und von der Garibaldistraße aus kann man das Erlebnishaus gar nicht sehen.

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