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BBT-Beobachtungsstelle dementiert „BBT-Finanzierung gesichert“

7 Agosto 2014

BBT-Beobachtungsstelle dementiert „BBT-Finanzierung gesichert“

Laut einem Bericht der Online-Ausgabe des Standards hat die Regierung in Rom eine Prioritätenliste für 14 Bahn- und Autobahnprojekte erstellt, so südtirolnews.
Der Brennertunnel kommt darin allerdings nicht vor. Die BBT-Beobachtungsstelle dementiert hingegen Medienberichten zufolge, dass die Regierung in Rom kein Geld mehr für den Bau des Brennerbasistunnels bereitstellen will.
Die italienische Regierung bereitet derzeit ein Gesetz vor, in dem die weitere Finanzierung des Brennerbasistunnels in der Höhe von 1,57 Milliarden Euro vorgesehen ist, so heißt es von der BBT-Beobachtungsstelle.
Auch der SVP-Kammerabgeordnete Daniel Dass glaubt laut Medienberichten nicht, dass die BBT-Finanzierung in Gefahr ist. Seiner Aussage nach liegen die Zusagen der Vertreter der Regierung und des Transport-Ministeriums vor, so versichert Alfreider.
Premier Matteo Renzi stellte bei seinem Südtirol-Besuch vor wenigen Wochen noch eine Fortsetzung der Bauarbeiten für den BBT in Aussicht. Die Nachricht der Vorzugsliste, die vom Standard und der Tageszeitung “La Republicca” kam deshalb überraschend. An der Vorzugsliste wird auch nicht gerüttelt, soll es laut Standard aus Rom heißen. Auch die Finanzierung der 57 Kilometer langen Röhren zwischen Innsbruck und Franzensfeste ist nicht gesichert.
Die Liste der prioritären Bauprojekte soll vom Ministerrat am Freitag in Zusammenhang mit dem Dekret “Sblocca Italia” (Deblockierung Italiens) präsentiert werden. Dafür wurden insgesamt 31,6 Milliarden Euro beiseitegelegt.
Mit dem Gesetzesdekret “Sblocca Italia” will die Regierung die Wirtschaft ankurbeln.
Es wird 60 Tage nach Verabschiedung automatisch Gesetz, ohne dass ein parlamentarischer Beschluss nötig ist und ist so lange in Kraft, bis es durch ein anderes Dekret oder ein Gesetz ersetzt wird.

Auch der Simplon-Tunnel scheint für die Regierung in Rom nicht mehr vorrangig zu sein. Der Ausbau des Gotthardtunnels macht einen zweiten Durchstich von Norditalien in die Schweiz möglicherweise unnötig, so heißt es jetzt im regionalen Verkehrsressort in Turin.
Die Verbreiterung der Autobahn Triest-Venedig um eine dritte Fahrspur und die beiden arg kritisierten Infrastrukturprojekte der ligurischen Hafenstadt Genua wurden von der Regierung Renzi ebenso vorerst beiseitegeschoben.
Hingegen soll trotz massiver Proteste von Umweltschützern die Superschnellverbindung von Turin nach Lyon mit einem 57 Kilometer langen Tunnel im Susa-Tal gebaut werden. Das Projekt kostet 2,9 Milliarden Euro. Noch teurer wird die Autobahnverbindung zwischen Orte und Mestre , die über Umbrien und die Emilia Romagna führt und mit 10,4 Milliarden Euro zu Buche schlägt.
Viele Projekte auf der Liste liegen in Süditalien, wo vor allem beim Schienenverkehr enormer Aufholbedarf besteht.
So soll die seit langem geplante Schnellverbindung zwischen Neapel und Bari mit einer Länge von 146 Kilometern endlich errichtet werden. Gerechnet wird mit Kosten von 2,9 Milliarden. Modernisiert werden soll auch die Bahnverbindung zwischen Messina, Catania und Palermo um 5,2 Milliarden Euro. Um 3,6 Milliarden Euro werden die Flughäfen in Rom, Florenz, Mailand (Malpensa), Venedig, Florenz und Genua ausgebaut.
Im Verkehrsministerium in Wien reagierte man irritiert auf den Schwenk von Italien. Ohne Italien müsste Österreich die gut neun Milliarden Euro für den Brennerbasistunnel allein stemmen, schreibt der Standard. Informell heißt es, die Liste enthält nur neue Projekte. Bereits begonnene werden fortgesetzt. Beim BBT wird bereits am Hauptstollen gebaut.

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