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Autochtona und Vinea Tirolensis: die Präsentation in Innsbruck

27 Agosto 2014

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Autochtona und Vinea Tirolensis: die Präsentation in Innsbruck

Wie präsentiert man zwei ungewöhnliche, einzigartige Weinevents mit ebensolchen Weinen einem ausgesuchten und anspruchsvollen Publikum? Diese Frage stellte sich Messe Bozen bei der Vorstellung des internationalen Forums der autochthonen Weine „Autochtona“ und „Vinea Tirolensis“, der Jahresweinverkostung der Freien Weinbauern Südtirol, am 12. August in Innsbruck. Mit einer multidimensionalen Verkostung, die in ihrer Form wohl einzigartig war.

Innsbruck, 27. August 2014 – „Nach zehn Jahren Aufbauarbeit und vor allem auch dem immer stärker werdenden Zuspruch aus ganz Italien und besonders aus Norditalien, war es an der Zeit, das Forum für autochthone Weine auch über den Brenner hinaus bekannt zu machen“, beschreibt Reinhold Marsoner, Direktor der Messe Bozen, die Motivation für die Präsentation des Weinevents in Innsbruck: „Die Vielfalt der einheimischen Weine Italiens – es gibt deren 600 von denen wiederum rund die Hälfte auf der Autochtona vertreten sind – ist derart faszinierend, dass man sich kaum vorstellen kann, dass selbst Weinfreunde und Sommeliers, dies nicht so kennen- und schätzen lernen können wie wir.“
Um diesem “Manko” entgegen zu wirken und dem österreichischen Fachpublikum die inzwischen auf drei unabhängige Veranstaltungen angewachsene Reihe von Weinevents zu präsentieren, die wieder während der Fachmesse für Gastronomie und Hotellerie „Hotel“, vom 20. bis 23. Oktober in Bozen stattfinden werden, lud Messe Bozen gemeinsam mit seinen Partnern, dem Tiroler Sommerlierverein (TSOV) und den Freien Weinbauern Südtirol (FWS), auf eine zweifache Verkostung nach Innsbruck.
Das erste Mal auf genau 1.905 Metern Seehöhe in der „Alpenlounge“ der Seilbahnstation „Seegrube“ standen die fünf Siegerweine des letztjährigen Wettbewerb „Autochthone Leidenschaft“ zur Verkostung. Mit von der Runde waren auch drei würdige Vertreter der einheimischen Rebsorten Südtirols der Freien Weinbauern Südtirols. Begleitet wurde die Degustation von Südtiroler Spezialitäten des Sternerestaurants Bad Schörgau im Sarntal. Dass dieselben Weine dann wenig später in der Stadt, also fast 1.400 Meter tiefer teilweise völlig anders schmeckten und warum dies so sei, erläuterte die Präsidentin der Sommeliervereinigung Südtirol, Christine Mayr AIWS FRWS, die bereits die Verkostung auf der „Seegrube“ souverän geleitet hatte.

Die Erfahrung war für alle Teilnehmer, die ausschließlich aus Fachjournalisten und Honoratioren aus dem Weinbereich bestanden, eine besondere. „Das Faszinierende war, dass diese Weine auf verschiedenen Meereshöhen tatsächlich unterschiedlich schmecken. So waren alle geladenen Experten einhellig der Meinung, dass die Säure der Weine auf knapp 2.000 Metern stärker hervortritt, wobei im Tal die Weine als runder und weicher erscheinen. Interessant ist auch, dass etwaige Fehler bei den Weinen in der Höhe stärker bewertet wurden. Insgesamt war es eine ganz besondere Erfahrung und Erweiterung im klassischen Degustationsgeschäft“, resümierte der Präsident des Tiroler Sommeliervereins, Diplom-Sommelier Norbert Waldnig MAS. Übereinstimmende Erkenntnis dieser außergewöhnlichen Verkostungsreihe war also die Feststellung, dass für die Konsumenten auf unterschiedlichen Höhen nicht dieselben Weine
geeignet sind, sondern jeweils auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt angeboten werden sollten. Dazu meinte Michael Graf Goёss-Enzenberg, Präsident der Freien Weinbauern Südtirols: „Für uns als Weinproduzenten ist es immer interessant unsere Weine unter verschiedensten Bedingungen zu präsentieren und zu verkosten. Sie sollten doch in jeder Situation Freude bereiten. So war es auch bei diesem trüben Wetter sehr aufschlussreich.“ Aber natürlich dürfen auch die einzigartigen Hauptdarsteller der Präsentation nicht unerwähnt
bleiben – die acht verkosteten Weine: Mit dem Petite Arvine aus dem Aostatal wurde ein Wein aus einem der höchstgelegenen Weinberge Europas serviert, es kam ein kaum bekannter (Rosè)
Schaumwein aus Lambrusco-Trauben zur Verkostung und mit der vor dem Aussterben bewahrten Sorte „Montonico“ wurde eine wahre Rarität kredenzt, die in den Abruzzen insgesamt auf nur knapp einem (!) Hektar angebaut wird. Mit einem Negroamaro war auch eine wichtige Rebsorte aus Süditalien präsent, die ihren Namen der intensiven Geschmacksnote und Farbe (“Negro amaro” bedeutet „Bitterer Schwarzer“) verdankt. Ein eleganter Gewürztraminer, ein kräftiger, ausschließlich spontan vergorener Lagrein sowie ein klassischer St. Magdalener repräsentierten die autochthonen Sorten Südtirols. Den Abschluss bildete ein sehr spät gelesener, aufwändigst verarbeiteter Süßwein, ein Ucelut aus dem Friaul.
Solche Raritäten und weitere wenig bekannte Perlen aus dem reichen Schatz der italienischen Weinwelt können auch am 20. und 21. Oktober wieder entdeckt werden, nämlich auf dem Forum der autochthonen Weine Italiens. Im vergangenen Jahr konnte die Autochtona insgesamt rund 1.100 Teilnehmer aus der Fachwelt verzeichnen, die bei der Verkostung aus über 300 autochthonen Weinen aus ganz Italien wählen konnten. Zu den Höhepunkten auch der elften Auflage zählt sicherlich wieder der Wettbewerb „Autochthone Leidenschaft“ bei dem eine internationale Jury bestehend aus Wein-Journalisten und anerkannten -Experten den besten autochthonen Weinen Italiens in insgesamt sechs Kategorien die „Autochtona Awards“ verleiht.
Die Gelegenheit, die Weine von 91 eigenständigen Weinproduzenten kennen zu lernen, die sich unter dem Siegel der „Freien Weinbauern Südtirol“ (FWS) zusammengeschlossen haben, erhalten Weinliebhaber und Interessierte nur bei der Jahresverkostung „Vinea Tirolensis“, die heuer zum zweiten Mal im Rahmen der Fachmesse „Hotel“ stattfindet. Dabei präsentieren sich die sehr individuellen Weinbauern aus den überaus vielfältigen Anbaugebieten Südtirols, die sich vom Vinschgau und dem Eisacktal bis ins Unterland erstrecken. Die erste Austragung der „Vinea Tirolensis“ im Rahmen der Hotel 2013 in den Hallen der Messe Bozen war mit rund 700 Besucher an einem einzigen Tag ein gelungener Einstand.
Am letzten Tag der „Hotel“ schließlich, am Donnerstag 24. Oktober, findet nach dem großen Erfolg im letzten Jahr erneut die Lagrein-Vergleichsverkostung „Tasting Lagrein“ statt. Bei dieser
Gelegenheit wird dem besten Lagrein sowie dem besten Lagrein riserva der „Lagrein Award“ verliehen.

Bildlegende: v.l.n.r. Diplom-Sommelier Norbert Waldnig MAS – Präsident des Tiroler Sommeliervereins, Reinhold Marsoner – Direktor der Messe Bozen, Christine Mayr AIWS FRWS – Präsidentin der Sommeliervereinigung Südtirol und Michael Graf Go ss-Enzenberg, Präsident der Freien Weinbauern Südtirols 

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