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„Israel muss sich wehren, Israel muss sich schützen“

16 Luglio 2014

„Israel muss sich wehren, Israel muss sich schützen“

Dafür ist es aber unausweichlich, die Terrorstruktur der Hamas zu zerstören.  Israel muss sich wehren, so betonte Graumann. Bedauerlicherweise kommen dabei auch unschuldige Menschen ums Leben. Jedes zivile Opfer ist eines zu viel. Doch die Verantwortung dafür trägt alleine die Hamas mit ihrer Jihad-Ideologie.
Graumann ergänzt ebenfalls, dass die Terrororganisation  ein beinhartes, korruptes Regime ist: Die Hamas lagert ihre Waffen und Raketen in Moscheen, missbraucht Kinder als menschliche Schutzschilde und errichtet ihre Raketenabschussrampen auf den Dächern von Familienhäusern. In Gaza müssen die Menschen endlich befreit werden, von der Hamas, die Menschenrechte mit Füßen tritt, Frauen diskriminiert, Homosexuelle verfolgt und politisch Andersdenkende foltert.
Der Zentralratspräsident kritisiert antisemitische Sprechchöre bei Anti-Israel-Protesten in Frankreich, den Niederlanden, aber auch in Deutschland: Das Ausmaß von Hass und Hetze, das uns auf deutschen Straßen entgegenschlägt, ist schockierend, erklärte er: Antisemitische Hetze mitten in unseren Städten werden wir niemals akzeptieren.
Die Hamas will nicht nur Israel zerstören, so schreibt Graumann: In ihrer Charta erklärt sie den Mord an allen Juden zum offiziellen Programm. Gemeinsam mit der globalen islamistischen Terrorbewegung bekämpft die Hamas die Werte, für die auch wir hier stehen: Freiheit, Toleranz, Gleichberechtigung und Demokratie.Unsere Werte werden auch in Israel verteidigt. Daher sollten wir Israel mehr denn je in diesen schweren Stunden zur Seite stehen, solidarisch und aus vollem Herzen.

Hier ein kurzer Ausschnitt aus dem Gastbeitrag von Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland
Die Hamas treibt ein zynisches Spiel. Ihr Krieg richtet sich gegen die Werte des Westens. Warum sieht das dort keiner? So begann der Gastkommentar in der Süddeutschen Zeitung.

Als die Sirenen in Köln heulten, stand ich am Fenster und zählte bis 15. Fünfzehn Sekunden, das ist die Zeit, die israelischen Müttern bleibt, um ihre Kleinkinder beim Ertönen der Sirene vor einer Detonation in Sicherheit zu bringen. 15 Sekunden haben alte Menschen Zeit, um sich beim Raketenalarm in Schutzbunker in Sicherheit zu bringen. 15 Sekunden, darf es nur dauern, bis ein fahrender Schulbus mitten auf der Straße zum Stehen gekommen ist und die Kinder sicheren Unterschlupf gefunden haben. In Israel ist dieses leider kein Probealarm, wen dort die Sirenen heulen. Es ist bitterer Alltag.

Wie kann man diesen Unterschied nicht sehen? Im Gaza müssen die Menschen endlich befreit werden. Sie müssen befreit werden von der Hamas, die Menschenrechte mit den Füßen tritt, Frauen diskriminiert, Homosexuelle verfolgt und politisch Andersdenkende foltert. Statt in Bildung und Zukunft zu investieren, verwendet man alles Geld für den Waffenkauf, und alle Anstrengung gilt der Gewalt.

Trotzdem wird Israel, der einzige demokratische Staat im Nahen Osten, immer wieder als Aggressor diffamiert. Ja, es wird Israel sogar vorgeworfen, dass es die Menschen, die dort leben, durch sein technologisches Know-how schützen kann. Zum Glück kann es das! Wenn dann im Westen lauthals über die „Proportionalität“ der israelischen Militäraktionen geurteilt wird, sollte man sich einmal in die Lage israelischer Eltern versetzen. Sie müssen täglich mit der Ungewissheit leben, ob sie ihre Kinder überhaupt wiedersehen, die sie morgens zur Schule verabschieden. Was ist proportional zu diesen Ängsten?

Auf pro-palästinensischen Demonstrationen in Frankreich, Holland, aber auch hier in Deutschland, schallen indes antisemitische Sprechchöre und Aufrufe durch die Straßen. Das Ausmaß von Hass und Hetze, das uns auch auf deutschen Straßen entgegenschlägt, ist schockierend. Antisemitische Hetze mitten in unseren Städten werden wir niemals akzeptieren. Wir dürfen es auch nicht stillschweigend hinnehmen, dass Synagogen wieder beschmiert und attackiert werden, wie das in Frankfurt und Paris am vergangenen Wochenende geschehen ist.

Und vergessen wir nicht: Die Paten des Terrors sitzen in Teheran. Ohne die mörderische Kraft des aggressiven Mullah-Regimes, ohne deren Waffen und Geld, wäre die Hamas nichts! Warum sieht man die Unterschiede nicht?

In Israel werden Extremisten mit voller Härte für den Mord an einem palästinensischen Jungen bestraft – völlig zu Recht. Auf palästinensischer Seite hingegen werden die Mörder der drei zuvor entführten israelischen Jugendlichen als Helden gefeiert. Selbst jeder Selbstmordattentäter wird so verehrt und auf Anweisung der politischen Führung werden Straßen nach Ihnen benannt. Warum verschließt die Welt die Augen davor?

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