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Autobahnkonzession „Walter Pardatscher über Konsequenzen“

3 Luglio 2014

Autobahnkonzession „Walter Pardatscher über Konsequenzen“

Die Prozedur um die Neuvergabe der Autobahnkonzession wird mehrere Jahre dauern, so Tageszeitung Online.  Ein Investitionsstau ist die Folge.

Wenn man sich ähnliche Ausschreibungen in einer bestimmten Größenordnung ansieht, so dauert meist die Ausschreibung selbst eine längere Zeit. So, wie es heute ist, folgen dann von jenen, die nicht gewonnen haben, Rekurse, die sich dann auch über Jahre hinziehen. Daher kann man davon ausgehen, dass der neue Konzessionär erst in vier bis fünf Jahren fix sein wird,  erklärt der Geschäftsführer der Brennerautobahn AG, Walter Pardatscher.

Der derzeitige Konzessionär, die Brennerautobahn AG, kann in dieser Zeit keine neuen Investitionen, sondern nur mehr die ordentliche Instandhaltung vorantreiben. Zurzeit werden uns vom Ministerium keine weiteren Projekte mehr genehmigt. Lärmschutzwände oder die Autobahnausfahrt Brixen Süd stecken zurzeit in Rom und warten auf die Genehmigung, weil wir in der Phase der Verlängerung sind, erklärt Pardatscher.

Einige Projekte mit Lärmschutzwänden und vor allem Autobahnüberführungen werden sich verzögern. Das betrifft nicht nur Südtirol, sondern vor allem die Zone weiter südlich.
In die ordentliche Instandhaltung fallen kleinere Sanierungen. Eine Brücke kann saniert, aber nicht ausgetauscht werden. Sanierungsarbeiten, der Austausch von Leitplanken, Asphaltierungsarbeiten usw. können gemacht werden – so Pardatscher.
Die  Wunschliste im Rahmen der Neuausschreibung wurde zur „Autorità di regolazione dei trasporti“ geschickt. Diese leitet den Forderungskatalog an das Ministerium weiter, das die Ausschreibung definitiv ausarbeiten wird. Dort fällt dann die Entscheidung, welche der verschiedenen Vorschläge Berücksichtigung finden oder nicht. Daher kann man jetzt noch nicht einschätzen, was umgesetzt wird oder nicht
, erklärt der Geschäftsführer im Interview.
Bezüglich einer landesweiten Mauterhöhung, erklärt Pardatscher, dass die Maut nicht von uns, sondern auf römischer Ebene bestimmt werde. Wir selbst hätten keine Möglichkeiten. In Italien gibt es allgemein die Tendenz, keine Erhöhung vorzunehmen. Minister Maurizio Lupi hat sich sogar dafür eingesetzt, eine Mautreduzierung für Pendler zu erreichen.
Die Eurovignette ist gesetzlich in Italien eingeführt, aber es gibt noch kein Beispiel, wo diese auch wirklich angewandt wird. Das ist ganz frisch.
Auf die Frage wie es mit der Geschwindigkeitsreduzierung aussähe, meint
 der Geschäftsführer: Zurzeit liegt die Höchstgeschwindigkeit im Eisacktal bei 110 Stundenkilometern. Weitere Reduzierungen, auch zeitlich begrenzt, wurden vom Land vorgeschlagen und wären in Rom zu definieren.
Was den Lärm anbelangt, wurden in Klausen bereits vor mehreren Jahren die wichtigsten Eingriffe durchgeführt. Es gibt dort relativ alte Lärmschutzwände, die jetzt aber nochmals verbessert werden. Beim Lärmschutz sind wir Vorreiter: Seit vielen Jahren haben wir Lärmschutzpläne, und wir arbeiten die verschiedenen Maßnahmen laufend nach einer Prioritätenliste ab. Und dabei sind wir auf einem guten Stand und Vorreiter italienweit.
Bei Stickoxiden leisten Lärmschutzwände einen positiven Beitrag. Aber eben auch andere Maßnahmen, wie Geschwindigkeitsreduzierungen, Eurovignette usw., haben wir nicht in der Hand. Wo wir was machen können, versuchen wir uns einzusetzen. Aber es gibt Punkte, wo wir als Konzessionär nicht einwirken können.

Auf die konkrete Frage, mit welchen Konsequenzen nun die Gemeinden durch die lange Prozedur bei der Neuvergabe der Konzession rechnen müssten, erklärte Pardatscher gegenüber Tageszeitung Online:  Der einzige Nachteil ist der mögliche Investitionsstau: Wir arbeiten derzeit an einem Zusatzvertrag, damit diese Investitionen wieder freigegeben werden. Und auch unsere Aktionäre haben sich bei der letzten Aktionärsversammlung dafür ausgesprochen, beim Ministerium diesbezüglich zu intervenieren.
Ich bin optimistisch. Diese Maßnahmen und Investitionen sind fürs Territorium notwendig. Sie sind aber auch für die Wirtschaft notwendig. Und das ist italienweit ein wichtiges Thema, wo man allgemein schon Gehör findet.
Allerdings ist die Bürokratie recht langsam.

 

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