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„Respektlosigkeit“ der „Jungen Generation“ der SVP

23 Maggio 2014

„Respektlosigkeit“ der „Jungen Generation“ der SVP

Nach der parteiinternen Kritik an seinen Aussagen zum Rentengesetz holt Oskar Peterlini zum großen Gegenschlag aus, so Tageszeitung Online. Eine ganze Politiker-Generation ist beleidigt worden, sagt Peterlini.

Wenig korrekt und auch irreführend bezeichnet Oskar Peterlini die Stellungnahme der Jungen Generation in der SVP zur Rentenfrage. In einer langen Aussprache mit dem Parteiobmann Philip Achhamer, brachten an die zwei Dutzend Altmandatare, darunter viele langjährige Bezirksobleute und Landesräte Ihren Unmut zum Ausdruck, wie ihr Ansehen in der Öffentlichkeit geschädigt worden ist, obwohl sie am diskutierten Rentengesetz überhaupt nicht beteiligt waren. Sie beklagen, dass die neue Führung bei der Rentendebatte mit ins Feuer geblasen hat, statt die Präsidentin Thaler um Aufklärung über das Gesetz und die Ersparnisse zu ersuchen und jene, die nicht beteiligt waren in Schutz zu nehmen.
Der Parteiobmann zeigte viel Verständnis für den Unmut und schlug eine Aussprache mit dem Landeshauptmann und später mit der Parteileitung und der SVP-Fraktion vor.
Wenige Minuten später veröffentlichte die Junge Generation eine, so Peterlini, „polemische Pressemitteilung”, in der die Frage auf die Diskussion um die Rentenhöhe ins lächerliche gezogen wurde. „Das ist ein glatter Bruch der wenige Minuten vorher vereinbarten Gesprächsbereitschaft mit dem Parteiobmann und eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit”, schreibt Oskar Peterlini in einer Aussendung. Den Altmandataren geht es nicht um das Geld, nicht um die Rentenhöhe, sondern um den moralischen Schaden, den sie unverschuldet erleiden mussten. Es wurden sogar erhebliche Kürzungen freiwillig angenommen. Diese Einsparungen, die damit erzielt worden sind, machen über 50 Millionen Euro aus und garantieren die Finanzierung des Familienpaketes. Man hat es bis heute versäumt auf diese freiwillig hingenommenen Kürzungen hinzuweisen, obwohl die SVP im Wahlkampf sich damit gebrüstet hat.
„Unsere Generation hat mit den großen Vätern Magnago, Benedikter und vielen anderen zum Aufbau der Autonomie und zum Wohlstand im Lande beigetragen und hat sich Jahrelang für Südtirol eingesetzt“, so betont Peterlini und erinnert daran, dass gerade er mit Hans Benedikter und Franz Pahl auch die Junge Generation zu einer schlagkräftigen Organisation aufgebaut hat.
Der Schlamm, der in der Rentendiskussion ergossen worden ist, hat eine ganze Politiker-Generation beleidigt und ihr Ansehen schwer geschädigt, so die Altmandatare, die seit Jahren nicht mehr im Landtag und Regionalrat sind und mit den Maßnahmen nichts zu tun haben. Das ist eine Respektlosigkeit gegenüber einer vorhergehenden politischen Generation.
Abschließend erinnert Peterlini noch daran, dass gerade er und seine Generation es waren, die im Jahre 1995 die Renten drastisch gekürzt, die Voraussetzungen für den Bezug auf zehn Jahre hinaufgesetzt und das Rentenalter auf 65 Jahre hinaufgesetzt haben, in einer Zeit, als die Arbeiter noch durchschnittlich mit 55 Jahren in Pension gingen.
Die jetzigen Schwierigkeiten im Regionalrat, das Alter um ein Jahr auf 66 zu erhöhen und eine Neuregelung für die Zukunft zu erlassen, zeugt davon, dass man wohl nur die Altmandare abstrafen möchte, selber aber große Schwierigkeiten hat, Opfer auf sich zu nehmen.

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