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Eurovision Song Contest 2014 TOLERANZ IN GANZ EUROPA FÜR CONCHITA WURST

11 Maggio 2014

Eurovision Song Contest 2014 TOLERANZ IN GANZ EUROPA FÜR CONCHITA WURST

Das scheinbar Undenkbare ist wahr geworden. Österreich hat den Eurovision Song Contest 2014 in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen gewonnen, so südtirolnews. Die bärtige Lady Conchita Wurst setzte sich mit ihrer bombastischen Ballade “Rise Like A Phoenix” durch und konnte nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Punktewertung die Niederlande mit 290 zu 238 Punkten letztlich klar auf Platz 2 verweisen.

Von wem Österreich unter anderem 13 Mal die Höchstwertung 12 Punkte bekam, war dabei durchaus überraschend, erstrecken sich die Länder doch von Finnland über Großbritannien bis zu Israel oder dem Nachbarn Schweiz. Von Deutschland gab es lediglich 7 Punkte, ein Punkt weniger als aus der Ukraine.  Selbst das wegen homophober Bedenken als sicherer Nuller eingeschätzte Russland vergab immerhin 5 Punkte an die vom Entertainer Tom Neuwirth kreierte Kunstfigur Conchita Wurst. Umgekehrt landeten die deutschen Vertreterinnen Elaiza lediglich nur auf Platz 18 (gänzlich ohne Punkte aus Österreich), während die Schweiz mit Sebalter immerhin auf Platz 13 kam.

Als härteste Konkurrenten im Wettbewerb erwiesen sich letztlich die Niederlande in Person des Folk-Duos The Common Linnets mit dem Countrysong “Calm After The Storm” im Lady-Antebellum-Stil. Die lange Zeit bei den Buchmachern führende Schwedin Sanna Nielsen mit “Undo” musste sich letztlich mit 218 Punkten und Platz 3 begnügen. Auch der lange als Topfavorit gehandelte armenische Kandidat Aram Mp3 mit “Not Alone”, der mit abfälligen Äußerungen gegen Wurst für Aufsehen gesorgt hatte, wurde letztlich auf Platz 4 gewählt, mit 12 Punkten aus Österreich.

Dennoch zeigten sich die österreichischen Beteiligten überrascht und sprachlos ob des großen Erfolgs, allen voran Conchita Wurst selbst.
Allerdings hielt die Sprachlosigkeit nicht allzu lange an, hatte die Aktivistin für freie Lebensgestaltung und Toleranz auch und gerade gegenüber Homosexuellen gleich eine Botschaft parat: “Wir sind nicht zu stoppen.” Und dann brachte sich die Diva doch gleich selbst für einen neuen Job ins Gespräch: “Ich wäre gerne Teil von Eurovision 2015: vielleicht als Gastgeberin?”
Wo und wann sie gegebenenfalls diese Rolle wird ausüben können, lässt sich derzeit noch nicht sagen. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz unterstrich jedenfalls, dass man in den kommenden Wochen Gespräche mit verschiedenen Gebietskörperschaften als möglicher Austragungsort führen wird. ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm kündigte gegenüber der APA die Einrichtung einer Task Force an, die sich das Jahr über speziell der Vorbereitung des größten Musikwettbewerbs der Welt widmen wird. Aber man wird in jedem Falle ein guter Gastgeber sein.

“Ich freue mich auf den Song Contest 2015 in Österreich”, ließ Kulturminister Ostermayer schon kurz nach der Show verlauten. “Der erste Platz für Österreich beim Eurovision Song Contest ist der große Sieg von Conchita Wurst, aber auch ein Sieg Europas in Toleranz und Respekt.” Wursts Vorgänger als zuvor einziger österreichischer Sieger beim ESC ist übrigens Udo Jürgens, der die Sangeskrone 1966 in Luxemburg mit “Merci Cherie” eroberte.

 

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