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„So denkt Ö3 über österreichische Musiker“ sorgt für Empörung

22 Aprile 2014

„So denkt Ö3 über österreichische Musiker“ sorgt für Empörung

Mit einem Shitstorm sieht sich derzeit Ö3-Moderatorin Elke Lichtenegger konfrontiert, Tiroler Tageszeitung Online. Eine spöttische Aussage über österreichische Musiker in einem Interview mit dem Wiener Stadtsender Okto sorgt nun seit gestern Abend für Empörung auf Facebook und Twitter und beinahe 50.000 Klicks auf YouTube. Kritiker dieses Senders fühlen sich dadurch bestätigt. Der Senderchef entschuldigte sich sogleich offiziell.

Im Interview erzählt die Ö3-Moderatorin Elke Lichtenegger, dass sie sich eines Tages von den Gesangsübungen der ihr unbekannten, US-amerikanischen Indierock-Band Imagine Dragons in einem Studio in der Ö3-Redaktion gestört gefühlt hat.  Sie hat dafür lautstarke Ermahnungen und verständnislose Blicke von ihren Kollegen geerntet. „Ich dachte, das ist irgend so eine österreichische, vollkommen unbekannte Band, die halt irgendwie versucht, uns ein Lied zu verkaufen, das wir aber nicht wollen, weil es wahrscheinlich ganz schlecht ist“, so die Moderatorin. Diese Aussage, die laut Lichtenegger vor einem Jahr getätigt wurde, verbreitete sich als YouTube-Clip mit dem Titel „So denkt Ö3 über österreichische Musiker“ rasant.

Auf wütende Kommentare im Netz folgte dann ein Statement auf der Ö3-Facebook-Seite von Senderchef Georg Spatt, der Lichteneggers Aussage sogleich als Einzelmeinung deklarierte, „die nicht der Einstellung von Ö3 und seiner Redaktionen entspricht“. Er bedauert, „dass sich viele Musiker und Interessierte durch dieses Interview in ihrer kritischen Meinung gegenüber Ö3 bestätigt sehen“ und entschuldige sich für die „augenscheinliche Gedanken- und Respektlosigkeit“ der Moderatorin. Diese wiederum entschuldigte sich heute auf ihrer eigenen Fanseite und stellte klar, „nicht als Privatperson und auch nicht als Ö3-Moderatorin“ so zu denken.

Statement auf der Ö3-Facebook-Seite von Senderchef Georg Spatt:

Liebe Ö3-HörerInnen, ich verstehe den Ärger und die Entrüstung über das Interview von Elke Lichtenegger. Es tut mir sehr leid, dass sich viele Musiker und Interessierte durch dieses Interview in ihrer kritischen Meinung gegenüber Ö3 bestätigt sehen. Ich entschuldige mich für die in diesem Interview augenscheinliche Gedanken- und Respektlosigkeit, die nicht der Einstellung von Ö3 und seiner Redaktionen entspricht. Selbstverständlich ist mir die kritische Einstellung vieler Interessierter zum Thema Österreichische Musik im Zusammenhang mit Ö3 bekannt und ich stehe dazu auch in einem ständigen, für viele leider unbefriedigendem Austausch. Und diese Diskussion muss auch fortgeführt werden und wir sind gefordert, bessere Bedingungen und eine Atmosphäre der Wertschätzung und des Miteinander zu schaffen. Und dieses Interview von Elke Lichtenegger hat leider, aus welchen unüberlegten Motiven auch immer, eine Verletzung der sowieso angespannten Gesprächssituation bewirkt, für die ich mich „nur“ entschuldigen kann. „Nein“, Ö3 denkt nicht so! Georg Spatt, Ö3 Chef.

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