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Kosmetik-Studio Butterfly „Prostitution ja, aber keine Zuhälterei“

30 Aprile 2014

Kosmetik-Studio Butterfly „Prostitution ja, aber keine Zuhälterei“

Prostitution ja, aber keine Zuhälterei, Tageszeitung Online. Die Staatsanwaltschaft hat die Einstellung des Verfahrens gegen die Bozner Schönheitspflegerin Cristina Landi beantragt.

Sie verbrachte einige Tage im Gefängnis, anschließend über einen Monat im Hausarrest. Nun darf sie bald einen Antrag auf Entschädigung wegen ungerechtfertigter Haft stellen. Weil sie, in strafrechtlicher Hinsicht, unschuldig ist.
Der Verdacht gegen
Cristina Landi, 25, Schönheitspflegerin aus Bozen, war sehr schwerwiegend. Es geht um Begünstigung der Prostitution und Zuhälterei. In ihrem Kosmetik-Studio Butterfly in der zentralen Postgasse wurden laut den Erkenntnissen der Carabinieri nicht nur Fingernägel geschliffen und Augenbrauen gezupft, sondern auch sexuelle Dienstleistungen erbracht. Nur so ist der hohe Anteil der männlichen Kunden im Butterfly zu erklären. Ein Dutzend davon bestätigte gegenüber Ermittlern (und in der Folge möglicherweise vor den Ehefrauen) diesen Verdacht.
Deshalb wurde Cristina Landi, die Betreiberin des Salons, am 6. Juni vergangenen Jahres verhaftet. Sie soll zwei ihrer Mitarbeiterinnen zur Prostitution angehalten und auch mitkassiert haben. Also Zuhälterei in dem zweckentfremdeten Kosmetik-Studio.
Doch dieser Verdacht hat sich nun doch nicht erhärtet. Die Staatsanwaltschaft Bozen hat in den vergangenen Tagen die Einstellung des Verfahrens gegen Landi beantragt. Sowohl zum Vorwurf der Begünstigung der Prostitution als auch der Zuhälterei sowie einiger anderer kleinerer Delikte. Die Ermittlungen haben zwar ergeben, dass es im Butterfly zu sexuellen Handlungen gekommen ist, die Inhaberin hat daraus aber keinen finanziellen Vorteil gezogen, weder aus den kassierten Entgelten noch aus der Miete, so der Staatsanwaltschaft.
Landi hat im Verhör nach ihrer Verhaftung nicht ausgeschlossen, dass ihre Mitarbeiterinnen freiwillig etwaige Sonderwünsche von Kunden erfüllt haben Laut Erkenntnissen der Carabinieri zahlten sie dafür bis zu 600 Euro. Den Mitarbeiterinnen war es mehr oder weniger selbst überlassen, den Preis für ihre Dienstleistungen zu bestimmen, je nach finanzieller Potenz der Kunden. Das wertete die Staatsanwaltschaft als entlastendes Indiz. Organisierte Prostitution funktioniert offenbar anders. Im Verhör mit Landi war zudem auch durchgeklungen, dass sie geplant hat, ihren Salon zu schließen, wegen mangelnder Einnahmen.

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