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Heute hätte Charlie Chaplin seinen 125. Geburtstag gefeiert

16 Aprile 2014

Heute hätte Charlie Chaplin seinen 125. Geburtstag gefeiert

Der britische Schauspieler führte ein sehr bewegtes Leben. Aus ärmlichen Verhältnissen schaffte er es in seiner Rolle als Tramp zum gefeierten Filmstar. Später wurde er Staatsfeind Nummer eins.

Charles Spencer Chaplin, besser bekannt als Charlie Chaplin, war der populärste Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Als Schauspieler, Regisseur und Produzent hat er Millionen von Menschen weltweit zum Lachen gebracht. Mit der Figur des Tramp – des Vagabunden mit dem Bürstenbärtchen, den viel zu großen Hosen, der zu engen Jacke, der kleinen Melone auf dem Kopf, den überdimensionierten Schuhen und dem vielseitig einsetzbaren Bambusstöckchen, hat er die wohl einprägsamste Figur der Filmgeschichte geschaffen.

Bereits als Kind trat Chaplin in seiner Geburtsstadt London in die Fußstapfen seiner Eltern, die ihre Brötchen als Unterhaltungskünstler in den Music-Halls verdienten. An der Seite seines Halbbruders Sidney durchlebte er eine Kindheit wie in einem Dickens-Roman.
Der überwiegend abwesende Vater war alkoholkrank, die Mutter geistig verwirrt. Die Familie landete im Armenhaus. Mit seinem Bruder ließ der junge Charlie diese bedrückenden Verhältnisse hinter sich. Er wurde der Star einer englischen Theatertruppe, die von 1910 bis 1912 umjubelte Gastspiele in Nordamerika gab.

In dieser Zeit erweiterte er kontinuierlich das Spektrum des Komischen mit seiner tänzerisch anmutenden Körpersprache, seiner sprechenden Mimik und seinen ausgeklügelt choreographierten Gags. Wo immer er hin kam, löste er Massenaufläufe aus. Das änderte sich auch nicht, als er seine ersten abendfüllenden Filme drehte.
Die unübersehbare Kapitalismuskritik kam nicht überall an. Sein bewegtes Liebesleben füllte die Klatschspalten, zudem nahmen es ihm viele übel, dass er partout Brite bleiben wollte. Das FBI begann, eine Akte über ihn anzulegen.

Gegen heftigen Widerstand setzte Chaplin sein Projekt eines Anti-Hitler-Films durch.
Dem nahezu gleichaltrigen Diktator, der ihm, wie er sagte, “sein Bärtchen geklaut hat”, in die Parade zu fahren, war ihm eine Herzensangelegenheit. “Der große Diktator”, in dem Chaplin in Gestalt des Diktators Hynkel Adolf Hitler parodierte, wurde sein größter Kassenerfolg.
Als ihm 1952 während eines Kurzbesuches in London zur Weltpremiere seines Films “Rampenlicht” die Erlaubnis zur Wiedereinreise in die USA entzogen wurde, nutzte er die Gelegenheit, den USA und Hollywood den Rücken zu kehren. Er ließ sich mit seiner vierten Ehefrau Oona, der Tochter des Dramatikers Eugene O’Neill, in Vevey am Genfer See nieder. Dort wuchsen auch die acht Kinder des Paares auf, darunter die älteste Tochter Geraldine, die es als Schauspielerin selbst zu einigem Filmruhm bringen sollte.
Nachdem er 1972 für die Entgegennahme des Ehren-Oscars noch einmal in die USA zurückgekehrt war, wurde es still um den größten Clown der Filmgeschichte. Er starb am 25. Dezember 1977 friedlich im Schlaf.

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