Cronaca

RAI- Überwachungskommission – Lob anstatt Ohrfeige für Bruno Vespa

8 Febbraio 2014

RAI- Überwachungskommission – Lob anstatt Ohrfeige für Bruno Vespa

Bruno Vespa und KompatscherDie RAI-Überwachungskommission sieht keine Notwendigkeit, Bruno Vespa zu ermahnen, so Tagezzeitung online.

 

Der „Porta a Porta“-Moderator hat Südtirols LH Arno Kompatscher fair behandelt und ihm auch nicht das Mikro abgedreht. Der Aufschrei war groß. Die Art und Weise, wie Bruno Vespa den Südtiroler LH Arno Kompatscher in der Sendung „Porta a Porta“ auflaufen ließ löste eine Welle der Empörung aus. Vespas überheblich-gehässige Art, gepaart mit einer gebetsmühlenartig vorgetragenen Lügen-Litanei, wurde als populistischer Angriff auf die hinterwäldlerischen Crucchi mit den fetten Bäuchen und den dicken Brieftaschen sowie deren Autonomie empfunden. 
Der in Vespas Salon vermittelte Schlaraffenland-Eindruck, die Südtiroler hätten allesamt eine Gratis-Badante und deren Kinder Gratis-Beißerlen von Onkel Richard Theiner, war auch für die Italiener im Lande harter Tobak. Der Fall landete in Gestalt einer Anfrage, die auch von den SVP-Parlamentariern unterzeichnet worden ist bei der RAI-Überwachungskommission. 
Es wurde die Frage aufgeworfen, ob die Überwachungskommission es nicht für notwendig hält, Bruno Vespa für sein Verhalten, „das eine seriöse Diskussion verhindert“ hat zu mahnen. Vespa hat Kompatscher nicht die Zeit gewährt, das System der Sonderautonomien zu erklären. Er hat mit „populistischen Sprüchen“ agiert, statt mit korrekter Information, so wie es sich für einen öffentlich-rechtlichen Sender gehört. 
Jetzt liegt die Antwort der RAI-Überwachungskommissare vor. 
Statt einer Ohrfeige für Vespa gibt es auch noch Lob für den Moderator. „Die Antwort ist eine Frechheit“, sagt ein SVP-Mandatar. Die Diskussion bei „Porta a Porta“ ist ausführlich gewesen, das Klima angenehm, so schreiben die Kommissare.
Landeshauptmann Kompatscher hat „stets die Möglichkeit der Widerrede gehabt“, er hat seine Thesen meritorisch ausführen können. Und es stimmt auch nicht, dass ihm das Mikrophon abgedreht worden ist, schreiben die Überwachungskomissäre, die hierzu den verantwortlichen Tontechniker befragt haben. Die RAI-Überwachungskommission sieht also keinen Grund, den Moderator abzumahnen. 
Im Gegenteil. Die in der Anfrage vorgebrachten Beanstandungen entbehrten jeder Grundlage. „Nicht von ungefähr“, so heißt es in dem Papier der RAI-Überwachungskommission, „hat es vonseiten der Region Sizilien keinerlei Beanstandung gegeben, obwohl deren Vertreter den schwierigeren Stand hatte als sein Südtiroler Kollege.“

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