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Kulturlandesrätin hätte sich italienischen Verdienstorden verdient

22 Dicembre 2013

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Kulturlandesrätin hätte sich italienischen Verdienstorden verdient

Roland Lang

Scharfe Kritik des Heimatbundes an Tiroler Ehrenzeichen für Kasslatter Mur

 

 

Es ist unverständlich, so Roland Lang, Obmann des Südtiroler Heimatbundes, dass die ehemalige Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter das Ehrenzeichen des Landes Tirol erhält. Denn mit der Regierungszeit der Landesrätin sind die Untätigkeit nach dem Bondi-Brief 2011, der die Möglichkeit bot, die faschistischen Relikte zu beseitigen, die Anerkennung tausender faschistischer Ortsnamen (Ortsnamengesetz September 2012) sowie die Unterminierung des Art. 19 des Autonomiestatutes (Immersionsunterricht) eng verbunden.  Ein römischer Orden würde ihr aber dafür  zweifellos zustehen.

Auch wenn die SVP immer wieder behauptet, der Sachfachunterricht werde vor allem vom Partito Democratico (PD) während der laufenden Gespräche zur Bildung einer neuen Landesregierung eingefordert,  ist er bereits seit Monaten beschlossene Sache. Denn am 8. Juli 2013 hat die Südtiroler Landesregierung einstimmig auf Antrag von Landesrätin Sabina Kasslatter Mur(!)  beschlossen, den Unterricht in einigen Sachfächern  in den deutschen Schulen in italienischer Sprache zu erlauben, natürlich nur „probeweise“, um diesen Angriff auf die deutschen Schulen leichter verdaulich zu machen.

Dieser Immersionsunterricht steht klar im Gegensatz zum Art. 19 des Autonomiestatutes, der zu den Grundsäulen der Autonomie unserer Autonomie zählt und wo es klar heißt:
„In der Provinz Bozen wird der Unterricht in den Kindergärten, Grund- und Sekundarschulen in der Muttersprache der Schüler,….erteilt….“.
Will die SVP tatsächlich selbst beginnen, das Autonomiestatut in Frage zu stellen?

Für Ihren Einsatz und ihre Verdienste für die Erhaltung der faschistischen Relikte, die Anerkennung tausender faschistischer Ortsnamen und für die gezielte Unterminierung des Art. 19 des Autonomiestatutes, auch von der SVP immer als eine der Grundsäulen der Autonomie genannt, hätte sich die ehemalige Landesrätin sicher einen italienischen Orden verdient! Aber keinesfalls ein Tiroler Ehrenzeichen, heisst es in einer Presseaußendung des Südtiroler Heimatbundes.

 

 

 

 

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