Cronaca

“Wie Juden während Hitler-Regime” Berlusconi schockiert mit Nazi-Vergleich

7 Novembre 2013

“Wie Juden während Hitler-Regime” Berlusconi schockiert mit Nazi-Vergleich

Silvio Berlusconi

Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat laut Pressebericht zufolge abermals mit einem Nazi-Vergleich für besondere Empörung gesorgt: “Meine Kinder sagen, sie fühlen sich so, wie sich Juden in Deutschland während des Hitler-Regimes gefühlt haben müssen. Wir haben wirklich jeden gegen uns”, sagte der 77-Jährige.

Diese Äußerungen stammen aus einem Interview des Journalisten Bruno Vespa für ein Buch und wurden am Mittwoch auszugsweise veröffentlicht. Es ist nicht der erste Nazi-Vergleich.

Die Aussagen lösten in Italien große Empörung aus. Der Vergleich ist “nicht nur unangemessen und unverständlich, sondern auch ein Angriff auf die Erinnerung an diejenigen, die all ihre Rechte und ihr Leben nach schrecklichem und unsagbarem Leid verloren haben”, sagte Renzo Gattegna, Präsident des Zusammenschlusses jüdischer Gemeinden.Schon 2003 hatte Berlusconi mit einem Nazi-Vergleich für einen Eklat im Europäischen Parlament gesorgt. Damals hatte er dem deutschen Abgeordneten Martin Schulz gesagt, er wolle ihn in einem italienischen Film für die Rolle eines KZ-Aufsehers vorschlagen, dafür ist er perfekt geeignet. Der Sozialdemokrat Schulz, der heute Präsident des EU-Parlamentes ist, hatte Berlusconi zuvor kritisiert.

Der Senat entscheidet Ende dieses Monats über einen Ausschluss des Mitte-Rechts-Politikers. Hintergrund ist dessen rechtskräftige Verurteilung wegen Steuerbetrugs. Mit einem Ausschluss aus der Kammer verlöre Berlusconi seine Immunität als Parlamentarier, die ihn vor Festnahmen schützt. Dies könnte in weiteren Verfahren von Bedeutung sein, mit denen sich Berlusconi konfrontiert sieht. Unter anderem wird ihm Sex mit einer Minderjährigen vorgeworfen. Zwar hat ihn ein Gericht in der sogenannten “Bunga-Bunga-Affäre” schuldig gesprochen. Berlusconi hat jedoch Berufung eingelegt, weist alle Vorwürfe von sich und sieht sich als Opfer einer Justizkampagne.

 

 

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