Politica

Ein Luis Durnwalder würde es so in Deutschland nicht geben

5 Settembre 2013

Ein Luis Durnwalder würde es so in Deutschland nicht geben

Durnwalder

 
Eine Amtszeit von 24 Jahren füllt Bücher, zeigt Projekte her und Bauten, Straßen, Umfahrungen, Flirtzüge, Gespräche, Treffen, Beschlüsse und Gesetze.

“Durni”, bürgerlich: Luis Durnwalder, ist Landeshauptmann der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol seit 1989. Seiner Volksnähe und Bauernschläue wegen wird er von vielen Deutsch-Tirolern wie Italienern, verehrt. Für Durnwalder sprechen die Zahlen. Länger und erfolgreicher als er regiert kein Provinzfürst in ganz Italien. In Deutschland undenkbar. In seinem Herrschaftsgebiet, den Tälern und Höhen zwischen Brenner und Salurner Klause, wird pro Kopf so viel erwirtschaftet wie sonst nur noch in der hochindustrialisierten Lombardei oder im Aostatal.

Der Landeshauptmann mit all seinen Widersprüchen steht beispielhaft für das heutige Südtirol, Hört Durnwalder auf, werden die Konflikte deutlicher zutage treten.

Dass ein Arno Kompatscher so lange im Amt bleibt wie Landeshauptmann Luis Durnwalder, dass, glaube ich nicht, denn künftig wird es wohl auch für den Landeshauptmann die Mandatsbegrenzung von drei Amtszeiten geben. Durnwalder verbesserte die rechtliche Situation der deutschen Bevölkerung in Südtirol, ohne die Versöhnung mit den italienischen Südtirolern zu vernachlässigen. Er ist und bleibt ein Mann des Volkes.  Dr. Luis Durnwalder ist Träger vieler Auszeichnungen, wie z.B. das Ehrenzeichen des Landes Tirol, das Große Goldene Ehrenzeichen am Bande für die Verdienste um die Republik Österreich, das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, u.v.m.

Es ist vieles geschehen unter der Führung des Langzeitpolitikers, was man nicht zu träumen gewagt hätte. Als er angetreten ist, war Südtirol noch Uganda, man hatte nichts, es gab dann Entwicklungskonzepte aus Deutschland für die Region. Heute ist Südtirol die Nummer eins. Es ist ihm gelungen, die Abwanderung aus den ländlichen Gebieten weitgehend zu verhindern, den Bauern Nebenerwerbs-Einkommen zu verschaffen, die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Er regelte das Zusammenleben von drei Sprachgruppen Deutsch, Italienisch, Ladinisch auf friedliche und für alle befruchtende Weise. Natürlich war das nur im Rahmen der Autonomie möglich und man muss sehr aufpassen, dass dieser in der derzeitigen ökonomischen Krise nicht wieder enger geschraubt wird.

Was steht noch an?
Der Erfolg gibt ihm oft recht.. Um seine Alleingänge weiß der Politiker allerdings auch und gesteht ein „Ich bin kein Nobelpreisträger in Sachen Demokratie aber dafür hab ich einiges auf den Weg gebracht.“ Eine entscheidende Wegstrecke war für Durnwalder die Energie: „Was er auf diesem Sektor auf den Weg gebracht hat, darauf kann er stolz sein. 50 Millionen Euro Einnahmen jährlich können eine eigenständige Energiepolitik seit 2007 betreiben. Das ist sehr viel. Es gibt noch vieles zu tun, die Zeit drängt: Forschung und Entwicklung vorantreiben, Export fördern .„in Tirol stehen sie bei 35 Prozent, die Wirtschaft muss auf die Beine kommen, bei 0,1 Prozent Wirtschaftswachstum muss man Maßnahmen überlegen.“ Arbeitsplätze schaffen, Generationenvertrag, Sonderprogramme für Jugendliche „die Krise ist da, 4,1 Prozent Arbeitslose, 11 Prozent bei den Jugendlichen. Und dann die Projekte, Durnis Lieblinge: Bahnhof Bozen, Bibliothek Bozen, Gefängnis Bozen, genau hier soll man ansetzen, kleine und mittlere Handwerksbetriebe fördern.

Für die Landtagswahlen zeigt sich Durnwalder optimistisch. Kompatscher wird die Mehrheit schaffen.

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