Politica

Die kulturelle Verantwortung der öffentlichen Hand

5 Settembre 2013

Die kulturelle Verantwortung der öffentlichen Hand

Die kulturelle Verantwortung
 
Ohne Kultur wären wir nicht, wo wir heute stehen. Kultur wurde seit Menschengedenken gefördert, sei es von privaten oder von öffentlichen Institutionen. Kulturangebote schaffen Standortvorteile und Imagegewinne.

Dazu gehören der Sozialstaat, Bildung und Kultur. Wir müssen uns hierbei darüber verständigen, dass Kunst und Kultur kein Luxus sind, sondern ein Grundnahrungsmittel für jede und jeden und für alle in einer zivilisierten Gesellschaft.

Politiker, die ihre Aufgabe als Volksvertreter ernst nehmen, sind in der Pflicht, die Kultur als das Rückgrat einer Gesellschaft durch Steuergelder mitzufinanzieren. Die so genannte Soziokultur bilden also die zahlreichen vielfältigen Vereine, Institutionen, Initiativen, Stadtteilhäuser, Kulturzentren, Musik- und Zeichenschulen, Werkstätten, Projekte.

Mit vergleichsweise lächerlichem Budget erreicht die Basiskultur die breite Masse von Menschen.
Wer nicht von Kunstwerkstätten, Musikschulen und Vereinsmitarbeit geprägt wird, interessiert sich auch später kaum für die exklusiveren Kulturangebote.

Die Wichtigkeit der Soziokultur ist also nicht zu unterschätzen: Bricht das Fundament der kulturellen Pyramide weg, fällt letztlich alles in sich zusammen. Mit jeder Schließung einer basisnahen Kulturinstitution aufgrund leerer Kassen der öffentlichen Hand wird eine relativ große Zahl von Menschen mit ihrem Kulturentwicklungsbedürfnis allein gelassen, jedoch nur eine vergleichsweise geringe finanzielle Einsparung erreicht.

Hilft der Staat nicht, die Grundvoraussetzungen für die Existenz des bildenden Berufskünstlers zu schaffen, werden Entwicklungen und wertvolle Arbeiten der zeitgenössischen Kunstepoche eingebüßt, auf die später einmal unsere Nachkommen so stolz zurückblicken könnten.

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