Cronaca

Kaum geboren und schon online!

22 Aprile 2013

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Kaum geboren und schon online!


Warum Kinderbilder nicht in soziale Netzwerke gehören    

                                                                                                                        23-04-2013

Kinder

 

Unsere treue Redakteurin, Claudia von Dzerzawa wird heute ein sehr heißes Eisen direkt beim Namen nennen. Wir von der Redaktion „buongiornoaltoadige“ freuen uns die aufrichtige Stellungnahme von Frau von Dzerzawa veröffentlichen zu dürfen. 

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

man muss dieses Thema ansprechen und ich finde es egoistisch, wenn man „wegschaut und nicht hinschaut.'”

Ein sehr gefährlicher Trend hat sich entwickelt: Immer mehr junge Eltern veröffentlichen Fotos ihrer Kinder in sozialen Netzwerken. Doch bei all ihrem Stolz auf die lieben Kleinen vergessen sie die Konsequenzen und übersehen die Gefahren „ einmal online, immer online“.

 

Ich bin selbst Nutzer und wundere mich immer wieder, wie sorglos Eltern mit den Bildern ihrer Kleinen umgehen. Mal davon abgesehen, dass es den Kindern später evtl. peinlich wäre, finde ich es noch aus einem anderen Grund sehr bedenklich. Hier einmal zwei Beispiele:

 

Wie niedlich: Der vierjährige Lauren singt in der Badewanne. Oder Luisa: Die Dreijährige sitzt zum ersten Mal auf dem Töpfchen und strahlt. Über dieses putzige Video und den netten Schnappschuss dürfen sich nicht nur

Oma oder der Onkel der Kinder freuen, sie sind auch auf Facebook zu sehen – in einem für alle Internetnutzer zugänglichen Bereich. Ist das Elternstolz oder Gedankenlosigkeit.

 

Die stolze Mutti postet ein Foto der siebenjährigen Steffi im luftigen Sommerkleidchen. “Sieht sie nicht wieder süß aus?” 10 Minuten später ist zu lesen, dass man jetzt zum Einkaufen fährt und es einen mit Stolz erfüllt, dass die kleine, süße Steffi schon so selbstständig ist, dass sie ganz alleine zu Hause bleiben kann.


Pädophile sammeln Fotos aus legalen Quellen

Eine andere Gefahr: Pädophile sammeln Fotos aus illegalen, aber eben auch aus legalen Quellen im Internet – unter anderem in sozialen Netzwerken. Bekannt sind Fälle, in denen sie sich hinter dem Profilbild eines Kuschelbären verstecken. Das soll nicht nur Kinder anlocken, es soll angeblich auch andere Pädophile aufmerksam machen. Nach der Kontaktaufnahme unter den Gleichgesinnten werden dann Fotos von Kindern ausgetauscht.

 

Von mehr als 70 Prozent der unter Zweijährigen in Deutschland wurden schon einmal Fotos online gestellt. Dies zeigt eine Studie der Internet-Sicherheitsfirma AVG. Sie befragte 2200 Mütter aus Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Kanada, den USA, Australien, Neuseeland und Japan. Die Ergebnisse sind alarmierend.

 

Das Thema Kindesmissbrauch muss einen höheren Stellenwert bekommen. “Wir können Roboter auf den Mars schießen, schaffen es aber nicht, diese grauenhafte Kinderpornographie aus dem Netz zu verbannen.

 

“Ich bin für radikalen Schutz der Kinder – ohne Wenn und Aber.”


Claudia von Dzerzawa

 

 

 

 

 

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