Cronaca

Attentat in Rom

28 Aprile 2013

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Attentat in Rom


Arbeitsloser schießt auf Carabinieri

Von M.S.                                                                                                           29-04-2013

Sparatoria

 

Vor dem „Palazzo Chigi“ ist es am Sonntag während der Vereidigung der neuen Minister zu einer Schießerei gekommen, bei der mehrere Carabinieri und eine Passantin verletzt wurden. Medienberichte zufolge heißt der Täter Luigi Preiti. 

 

 

Kaum zu glauben. Gerade als alle Blicke in Richtung Rom gerichtet waren, da ja dort die neu geborene Regierung Letta vereidigt werden sollte, haben uns die ersten Meldungen bezüglich eines Attentates vor dem Römischen Regierungssitz erreicht. Ein Mann hatte auf die Polizei geschossen! Der Akt der Würdigung unserer neuen Minister war natürlich sofort Nebensache. Dieser spektakuläre Vorfall ist zum zentralen Fall des Tages geworden. Noch eine Minute zuvor war klar, dass am Montag die Angelobung der Regierung Letta der führende Artikel eines jeden Titelblattes sein würde. Gekommen ist es aber wiederum anders, worauf wir uns in so turbulente Zeiten wohl einstellen werden müssen. Ein arbeitsloser Mann, mit vielen privaten Problemen, schießt einfach darauf los. Ganz anders, als kurz nach der Tat von den Medien berichtet, soll der Attentäter nicht geistig verwirrt sein. Wie vom Täter selbst erklärt, hatte dieser die Absicht gehabt auf Politiker zu schießen. Nachdem er diese nicht erreichen konnte, habe er das Feuer auf die Carabinieri eröffnet. Der ermittelnde Staatsanwalt Laviani scheint nun nach dem Verhör des festgenommenen arbeitslosen „Versuchskillers“ die Situation voll im Griff zu haben. Die Tat gestanden, die Tatwaffe gefunden und der Handlungsgrund auch klar. Was will man mehr als Staatsanwalt. Alles da, um baldigst ein Anklage zu erheben. Wer ist aber dieser Luigi Preiti, der keinerlei Vorstrafen hat? Er stammt ursprünglich aus Kalabrien und lebt seit drei Jahren von seiner Frau getrennt. Seit einiger Zeit hat er Arbeit und alles, was er je hatte, verloren. Dieser Akt sollte eine aufsehenerregende Geste sein, wie der Neo-Innenminister Angelino Alfano im Rahmen eines Ministerrates mitzuteilen wusste. Zu sehr bagatellisieren sollte man allerdings das Ganze nicht, denn dieser Mann ist vielleicht die Spitze eines Eisbergs, eine Eskalation. So sehr jegliche Form von Gewalt zu verwerfen ist, so sehr sollte daraus gelernt werden, um schlimmeres zu vermeiden. Es könnte sich um die Tat eines einzelnen Desperaten handeln, aber auch um den Anfang einer gefährlichen Welle.

M.S.

 

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