{"id":7448,"date":"2014-03-03T21:23:33","date_gmt":"2014-03-03T20:23:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.buongiornosuedtirol.it\/?p=7448"},"modified":"2024-10-23T23:30:01","modified_gmt":"2024-10-23T21:30:01","slug":"die-svp-arbeitnehmer-die-geldnehmer-wasser-predigen-wein-predigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.buongiornosuedtirol.it\/de\/2014\/03\/03\/die-svp-arbeitnehmer-die-geldnehmer-wasser-predigen-wein-predigen\/","title":{"rendered":"DIE SVP-ARBEITNEHMER \u2013 DIE GELDNEHMER, WASSER PREDIGEN, WEIN TRINKEN"},"content":{"rendered":"<p>Die Vertreter der SVP-ArbeitnehmerInnen sind jetzt die Nutznie\u00dfer der Luxusrenten-Regelung. Sie predigten jahrelang Wasser, selbst aber tranken sie Wein, so Tageszeitung online.<br \/>\nEs geht ihnen nur um die Posten innerhalb der Mutterpartei. Sie, die \u201e<i>Genossen im Edelwei\u00df\u201d,<\/i> sind in Wirklichkeit nur das soziale Feigenblatt einer Partei, in der die Wirtschaft und die Bauern das Sagen haben. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden wurde \u00fcber eine Abspaltung diskutiert.<br \/>\nDoch am Ende bleiben die Vertreter des sogenannten sozialen Fl\u00fcgels in der Sammelpartei und andere werden mit lukrativen Posten begl\u00fcckt.<br \/>\nWenn man sich die Liste der Luxusrentner genauer ansieht, die vergangene Woche ver\u00f6ffentlicht wurde, dann f\u00e4llt eines auf: <b>Die gr\u00f6\u00dften Profiteure sind die SVP-ArbeitnehmerInnen.<br \/>\n<\/b>Von Sabina Kasslatter Mur \u00fcber Otto Saurer bis hin zu Rosa Franzelin Werth. <b>Die ehemaligen Vertreter des Proletariats, des ber\u00fchmten kleinen Mannes, bekommen Rentenvorsch\u00fcsse, von denen ihre Klientel nur tr\u00e4umen kann.<\/b> Auch der ehemalige Gewerkschaftsboss und selbsternannte Robin Hood der Arbeiterschaft, Georg Pardeller, hat dem Duft des Geldes nicht widerstehen k\u00f6nnen. <i>Er bezeichnete die Debatte \u00fcber die Luxusrenten als \u201ekindisch\u201d.<br \/>\n<\/i>Und Georg Pardellers Vorg\u00e4nger als ASGB-Chef, Hans Widmann, ist ebenfalls ein Luxusrentner. Pardeller selbst kassiert f\u00fcr sein kurzes Intermezzo im Hohen Haus einen Rentenvorschuss von \u00fcber <b>144.000 Euro <\/b>\u00a0plus eine Netto-Monatsrente des Regionalrates in H\u00f6he von<b> 2.981 Euro.<br \/>\n<\/b><i>Der Kr\u00f6sus unter den Luxusrentnern im Sozialpolitiker-Gewand ist Erich Achm\u00fcller: <\/i>Ex-Landesrat Erich Achm\u00fcller kassiert einen Rentenvorschuss in H\u00f6he von <b>790.000 Euro <\/b>und dazu noch eine Rente von <b>2.858 Euro <\/b>netto im Monat.<br \/>\nBis zur Thaler-Reform (und seit seinem Ausscheiden aus dem S\u00fcdtiroler Landtag im Jahr 1998) hat Erich Achm\u00fcller sogar eine Leibrente von \u00fcber<b> 6.000 Euro<\/b> netto im Monat kassiert, also fast 15 Jahre lang.<\/p>\n<p><b><i>Der Katholische Verband der Werkt\u00e4tigen (KVW), bei dem Erich Achm\u00fcller jahrelang in leitender Funktion t\u00e4tig war, hat die Luxusrenten der Alt-Mandatare nicht etwa scharf verurteilt, sondern das zornige Volk zur Besonnenheit aufgerufen.<br \/>\n<\/i><\/b><i>Die roten Genossen haben genauso wie ihre KollegInnen von der Opposition sp\u00e4testens seit dem Luxusrenten-Skandal ein enormes Glaubw\u00fcrdigkeitsproblem. Ihr Kampf um das so strapazierte Gemeinwohl hat sich gelohnt; zumindest f\u00fcr sie pers\u00f6nlich.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n    <div class=\"xs_social_share_widget xs_share_url after_content \t\tmain_content  wslu-style-1 wslu-share-box-shaped wslu-fill-colored wslu-none wslu-share-horizontal wslu-theme-font-no wslu-main_content\">\n\n\t\t\n        <ul>\n\t\t\t        <\/ul>\n    <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vertreter der SVP-ArbeitnehmerInnen sind jetzt die Nutznie\u00dfer der Luxusrenten-Regelung. Sie predigten jahrelang Wasser, selbst aber tranken sie Wein, so Tageszeitung online. Es geht ihnen nur um die Posten innerhalb der Mutterpartei. Sie, die \u201eGenossen im Edelwei\u00df\u201d, sind in Wirklichkeit nur das soziale Feigenblatt einer Partei, in der die Wirtschaft und die Bauern das Sagen haben. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden wurde \u00fcber eine Abspaltung diskutiert. Doch am Ende bleiben die Vertreter des sogenannten sozialen Fl\u00fcgels in der Sammelpartei und andere werden mit lukrativen Posten begl\u00fcckt. Wenn man sich die Liste der Luxusrentner genauer ansieht, die vergangene Woche ver\u00f6ffentlicht wurde, dann f\u00e4llt eines auf: Die gr\u00f6\u00dften Profiteure sind die SVP-ArbeitnehmerInnen. Von Sabina Kasslatter Mur \u00fcber Otto Saurer bis hin zu Rosa Franzelin Werth. Die ehemaligen Vertreter des Proletariats, des ber\u00fchmten kleinen Mannes, bekommen Rentenvorsch\u00fcsse, von denen ihre Klientel nur tr\u00e4umen kann. Auch der ehemalige Gewerkschaftsboss und selbsternannte Robin Hood der Arbeiterschaft, Georg Pardeller, hat dem Duft des Geldes nicht widerstehen k\u00f6nnen. Er bezeichnete die Debatte \u00fcber die Luxusrenten als \u201ekindisch\u201d. Und Georg Pardellers Vorg\u00e4nger als ASGB-Chef, Hans Widmann, ist ebenfalls ein Luxusrentner. Pardeller selbst kassiert f\u00fcr sein kurzes Intermezzo im Hohen Haus einen Rentenvorschuss von \u00fcber 144.000 Euro \u00a0plus eine Netto-Monatsrente des Regionalrates in H\u00f6he von 2.981 Euro. Der Kr\u00f6sus unter den Luxusrentnern im Sozialpolitiker-Gewand ist Erich Achm\u00fcller: Ex-Landesrat Erich Achm\u00fcller kassiert einen Rentenvorschuss in H\u00f6he von 790.000 Euro und dazu noch eine Rente von 2.858 Euro netto im Monat. Bis zur Thaler-Reform (und seit seinem Ausscheiden aus dem S\u00fcdtiroler Landtag im Jahr 1998) hat Erich Achm\u00fcller sogar eine Leibrente von \u00fcber 6.000 Euro netto im Monat kassiert, also fast 15 Jahre lang. Der Katholische Verband der Werkt\u00e4tigen (KVW), bei dem Erich Achm\u00fcller jahrelang in leitender Funktion t\u00e4tig war, hat die Luxusrenten der Alt-Mandatare nicht etwa scharf verurteilt, sondern das zornige Volk zur Besonnenheit aufgerufen. 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