{"id":233527,"date":"2026-10-30T15:03:00","date_gmt":"2026-10-30T14:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.buongiornosuedtirol.it\/?p=233527"},"modified":"2026-10-29T20:16:43","modified_gmt":"2026-10-29T19:16:43","slug":"allerheiligen-nahe-schenken-wenn-das-leben-zu-ende-geht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.buongiornosuedtirol.it\/de\/2026\/10\/30\/allerheiligen-nahe-schenken-wenn-das-leben-zu-ende-geht\/","title":{"rendered":"Allerheiligen: N\u00e4he schenken, wenn das Leben zu Ende geht"},"content":{"rendered":"<p data-pm-slice=\"1 1 []\"><strong>Die Caritas Di\u00f6zese Bozen-Brixen ermutigt dazu, schwerkranke und sterbende Menschen zu begleiten und ihnen Zeit und Zuwendung zu schenken. F\u00fcr Einsame, Trauernde und Menschen in schwierigen Lebenssituationen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar.<\/strong><\/p>\n<p>Allerheiligen und Allerseelen sind Tage des Erinnerns und Gedenkens. F\u00fcr viele Menschen r\u00fccken in dieser Zeit auch Krankheit, Sterben und Trauer st\u00e4rker in den Mittelpunkt. Die Caritas Di\u00f6zese Bozen-Brixen nimmt die Gedenktage zum Anlass, dazu aufzurufen, schwerkranke und sterbende Menschen nicht allein zu lassen. Oft brauche es keine gro\u00dfen Worte oder besonderen Gesten, sondern vor allem Zeit, Ruhe und das Gef\u00fchl, nicht allein zu sein.<\/p>\n<p>\u201eViele Menschen empfinden Unsicherheit oder Angst, wenn sie einen sterbenden Menschen besuchen m\u00f6chten. Das ist ganz normal\u201c, erkl\u00e4rt Renate Rottensteiner, Leiterin der Caritas Hospizbewegung. Diese Gef\u00fchle sollten jedoch kein Hindernis sein, einem Menschen in einer besonders wichtigen Lebensphase beizustehen. Die Begleitung am Lebensende k\u00f6nne auch f\u00fcr jene, die sie leisten, eine wertvolle und einzigartige Erfahrung sein.<\/p>\n<p>Jeder Sterbeprozess verl\u00e4uft anders. Entscheidend sei deshalb, die individuellen Bed\u00fcrfnisse des sterbenden Menschen zu respektieren, seinen pers\u00f6nlichen Weg zuzulassen und sich Zeit zu nehmen. Manchmal k\u00f6nne bereits die stille Anwesenheit eines vertrauten Menschen Trost vermitteln. Ein Gru\u00df, eine sanfte Ber\u00fchrung, gemeinsames Schweigen oder das Vorlesen eines bekannten Textes k\u00f6nnten viel bewirken. Auch wenn ein Mensch nicht mehr sichtbar reagiere, k\u00f6nne er seine Umgebung weiterhin wahrnehmen.<\/p>\n<p>Wer sich im Umgang mit Sterbenden unsicher f\u00fchlt, kann sich Unterst\u00fctzung beim Pflegepersonal holen und sich zeigen lassen, wie eine einf\u00fchlsame Begleitung m\u00f6glich ist. Ebenso wichtig ist es, offen \u00fcber W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse zu sprechen und Worte auszusprechen, die einem am Herzen liegen. Gleichzeitig d\u00fcrfe die eigene Belastung nicht aus dem Blick geraten. Auch Angeh\u00f6rige und Begleitende brauchen Zeit, um auf sich selbst zu achten und ihre Kr\u00e4fte zu bewahren.<\/p>\n<p>Nicht nur die N\u00e4he zum Lebensende, sondern auch der Verlust eines geliebten Menschen kann gerade an Allerheiligen besonders schmerzhaft sein. Erinnerungen werden wach, die Abwesenheit nahestehender Menschen wird sp\u00fcrbar, und Einsamkeit oder Sorgen k\u00f6nnen schwerer wiegen als im Alltag. In solchen Momenten bietet die Caritas Telefonseelsorge Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>\u201eAn solchen Gedenktagen sp\u00fcren viele Menschen den Verlust nahestehender Personen besonders intensiv. Andere f\u00fchlen sich allein oder von Sorgen erdr\u00fcckt\u201c, sagt Brigitte Hofmann, Leiterin der Caritas Telefonseelsorge. Niemand m\u00fcsse mit diesen Gef\u00fchlen allein bleiben. Die Telefonseelsorge h\u00f6re zu, nehme die Anliegen der Menschen ernst und schaffe Raum auch f\u00fcr schwierige Gedanken und Emotionen.<\/p>\n<p>Das Angebot ist anonym und vertraulich und rund um die Uhr telefonisch erreichbar. Zus\u00e4tzlich stehen eine Chat-Beratung von Montag bis Donnerstag zwischen 18 und 21 Uhr sowie eine Beratung per E-Mail zur Verf\u00fcgung. Damit richtet sich die Caritas an Menschen, die in Trauer, Einsamkeit oder pers\u00f6nlichen Krisen ein offenes Ohr und Unterst\u00fctzung suchen.<\/p>\n<p><strong>Kontakt und Beratung<\/strong><\/p>\n<p>Die Caritas Hospizbewegung ist unter der Telefonnummer 0471 304 677 und per E-Mail an <a href=\"mailto:hospizbewegung@caritas.bz.it\">hospizbewegung@caritas.bz.it<\/a> erreichbar.<\/p>\n<p>Die Caritas Telefonseelsorge steht unter der Telefonnummer 0471 052 052 rund um die Uhr zur Verf\u00fcgung. Die Chat- und Mailberatung sind \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.telefonseelsorge.it\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.telefonseelsorge.it<\/a> erreichbar.<\/p>\n<p>Mit ihrem Aufruf erinnert die Caritas daran, wie wichtig menschliche N\u00e4he gerade in Zeiten der Verletzlichkeit ist. Manchmal kann schon ein Besuch, ein stilles Dasein oder ein Gespr\u00e4ch dazu beitragen, dass Menschen sich weniger allein f\u00fchlen \u2013 am Lebensende ebenso wie in der Trauer.<\/p>\n\n    <div class=\"xs_social_share_widget xs_share_url after_content \t\tmain_content  wslu-style-1 wslu-share-box-shaped wslu-fill-colored wslu-none wslu-share-horizontal wslu-theme-font-no wslu-main_content\">\n\n\t\t\n        <ul>\n\t\t\t        <\/ul>\n    <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Caritas Di\u00f6zese Bozen-Brixen ermutigt dazu, schwerkranke und sterbende Menschen zu begleiten und ihnen Zeit und Zuwendung zu schenken. 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Die Begleitung am Lebensende k\u00f6nne auch f\u00fcr jene, die sie leisten, eine wertvolle und einzigartige Erfahrung sein. Jeder Sterbeprozess verl\u00e4uft anders. Entscheidend sei deshalb, die individuellen Bed\u00fcrfnisse des sterbenden Menschen zu respektieren, seinen pers\u00f6nlichen Weg zuzulassen und sich Zeit zu nehmen. Manchmal k\u00f6nne bereits die stille Anwesenheit eines vertrauten Menschen Trost vermitteln. Ein Gru\u00df, eine sanfte Ber\u00fchrung, gemeinsames Schweigen oder das Vorlesen eines bekannten Textes k\u00f6nnten viel bewirken. Auch wenn ein Mensch nicht mehr sichtbar reagiere, k\u00f6nne er seine Umgebung weiterhin wahrnehmen. Wer sich im Umgang mit Sterbenden unsicher f\u00fchlt, kann sich Unterst\u00fctzung beim Pflegepersonal holen und sich zeigen lassen, wie eine einf\u00fchlsame Begleitung m\u00f6glich ist. Ebenso wichtig ist es, offen \u00fcber W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse zu sprechen und Worte auszusprechen, die einem am Herzen liegen. 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